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#79 mit Raphael Schönborn: Demenz - Aus Sicht der Betroffenen
15.04.2026, 02:00
Zeitpolster - der Podcast fürs clevere ÄLTERWERDEN
Demenz neu verstehen – die Stimme der Betroffenen
Demenz zählt zu den größten Ängsten des Älterwerdens. Doch in dieser Folge geht es bewusst nicht um Diagnosen, Zahlen oder medizinische Details. Im Mittelpunkt stehen die Menschen selbst. Gemeinsam mit Raphael Schönborn, dem Geschäftsführer von PROMENZ sprechen wir darüber, wie sich Demenz aus Sicht der Betroffenen anfühlt. PROMENZ verfolgt dabei einen besonderen Ansatz: Hier wird nicht über Betroffene gesprochen, sondern mit ihnen gearbeitet. Die Erfahrungen und Perspektiven von Menschen mit Demenz stehen im Zentrum. Diese Folge lädt dazu ein, gewohnte Denkmuster zu hinterfragen und einen neuen, menschlicheren Blick auf das Thema Demenz zu entwickeln.
Das erwartet Sie in dieser Folge:
- Welche Sorgen und Gedanken tatsächlich im Vordergrund stehen
- Welche Wirkung Selbsthilfe und Austausch bei PROMENZ haben
- Was verstehen wir im Alltag am häufigsten falsch über Menschen mit Demenz?
- Warum ist es so wichtig, dass Menschen mit Demenz selbst zu Wort kommen?
- Was wird im Umgang oft gut gemeint, aber anders erlebt?
- Welche Rolle spielen Autonomie und Selbstbestimmung?
- Wann wird Unterstützung zur Bevormundung?
- Was wünschen sich Betroffene von ihrem Umfeld?
Links:
Gedanke zum Mitnehmen Vielleicht geht es beim Thema Demenz nicht nur darum, was verloren geht – sondern auch darum, was bleibt.
#78 mit Maria Eibel: Über das Sterben
18.03.2026, 03:30
Zeitpolster - der Podcast fürs clevere ÄLTERWERDEN
Wir sprechen in dieser Folge darüber, warum es vielen Menschen so schwerfällt, sich mit dem eigenen Lebensende auseinanderzusetzen, und was sich verändert, wenn wir genau das tun. Maria Eibel gibt berührende Einblicke aus ihrer Arbeit in der Hospizkultur und Palliative Care – und zeigt, was Menschen am Lebensende wirklich brauchen.
Darum geht’s in dieser Folge:
- Warum wir das Thema Sterben so oft vermeiden
- Was es bedeutet, sich bewusst auf das Lebensende vorzubereiten
- Welche praktischen Vorsorgemaßnahmen (z. B. Patientenverfügung, Vorsorgevollmacht) wichtig sind
- Welche emotionalen und zwischenmenschlichen Gespräche wir nicht aufschieben sollten
- Wovor Menschen am meisten Angst haben – und wie sich diese Ängste verändern
- Was Sterbende wirklich brauchen – und was weniger hilfreich ist
- Die Rolle von Angehörigen: begleiten, aushalten, da sein
- Was Hospizkultur und Palliative Care leisten können
- Sinnfragen, Abschied und die Idee eines „guten Todes“
Zentrale Gedanken aus dem Gespräch:
Sich mit dem Sterben auseinanderzusetzen, kann helfen, bewusster zu leben
Viele Ängste verlieren an Gewicht, wenn offen darüber gesprochen wird
Am Lebensende zählen oft Beziehungen, Nähe und unausgesprochene Dinge mehr als alles andere
Es gibt kein „perfektes“ Begleiten – aber echtes Dasein macht den Unterschied
Links:
Juristisches Wissen für das Lebensende (Vorsorgevollmacht, Patientenverfügung, Erwachsenenschutzgesetz etc.)
#77 mit Markus Müller: vom CEO zum Hospizbegleiter, oder wie eine App für Pflegende Angehörige entsteht
16.02.2026, 05:00
Zeitpolster - der Podcast fürs clevere ÄLTERWERDEN
In dieser Episode des Zeitpolster-Podcasts spricht Gernot Juchum-Müller mit Markus Müller über dessen bemerkenswerte Reise vom Europa CEO von Blackberry zum Hospizbegleiter und Gründer der Nui App. Die NUI App ist für pflegenden Angehörigen gemacht und unterstützt diese durch Organisation für alle Familienmitglieder, freunde Nachbarn und Dienste. Bietet aber auch Fachwissen und Unterstützung für Anträge etc. Markus teilt seine Erfahrungen und Einsichten über die Herausforderungen in der Pflege, die Rolle der Digitalisierung und die Bedeutung von menschlicher Verbindung in schwierigen Zeiten. Die Diskussion beleuchtet auch die Funktionen der Nui App, die darauf abzielt, die Pflegeerfahrung zu verbessern und Angehörigen zu helfen, sich in einem komplexen System zurechtzufinden. Markus erzählt sehr persönlich von seinen Wendepunkten und stell kurz sein Buch: Im Angesicht des Lebens vor. Also was passiert, wenn wir das Leben vom Ende her denken.
**Keywords: ** Pflege, Angehörige, Digitalisierung, Nui App, Hospizbegleitung, KI, Markus Müller, Zeitpolster, Pflegeberatung, Lebensqualität
**Themen: **
- Markus Müller hat eine beeindruckende Karriere hinter sich und wurde dann Hospizbegleiter.
- Was kann die NUI App und für wen ist diese gemacht.
- Die Rolle der KI in der Pflege
- Die Digitalisierung wird in der Pflege oft nicht ausreichend genutzt.
- Feedback von Nutzern zeigt, dass sie sich weniger allein fühlen.
- Markus betont die Wichtigkeit, im Angesicht des Lebens zu reflektieren.
- Die Zukunft der Nui App könnte internationale Expansion beinhalten.
**Links: ** [https://www.nui.care/ ]
Link zum Buch: (https://www.nui.care/)https://shop.haufe.de/prod/im-angesicht-des-lebens?srsltid=AfmBOooKCdW3FqYC4WE0qXMAUCMYk0rMwPQ4l8tF2QxiglA2yGdh2KKBhttps://shop.haufe.de/prod/im-angesicht-des-lebens?srsltid=AfmBOooKCdW3FqYC4WE0qXMAUCMYk0rMwPQ4l8tF2QxiglA2yGdh2KKB)
#76 mit Barbara Füreder: Gesunder Stress im Alltag
14.01.2026, 03:30
Zeitpolster - der Podcast fürs clevere ÄLTERWERDEN
Diese Folge beleuchtet ein Thema, das für unsere Gesundheit eine ganz entscheidende Rolle spielt: Stress. Stress ist nicht nur für Menschen im Arbeitsleben ein Thema, besonders im digitalen Zeitalter, genauso oft im privaten Leben allgegenwärtig. Die psychosoziale Beraterin und körperzentrierte Mentaltrainerin Barbara Füreder erklärt schlüssig und einfach, warum Stress an sich nichts Negatives, jedoch der Umgang damit ausschlaggebend für eine gesunde Lebensweise ist.
- Was ist Stress?
- Warum ist das Thema heute so wichtig wie noch nie?
- Wieso sollte man gerade im Winter etwas langsamer schalten?
- Ab wann ist Stress negativ oder sogar gefährlich?
- Wie schaffe ich es, nach Stresssituationen einen gesunden Ausgleich zu schaffen?
Freue dich auf eine sehr hilfreiche und praktische Folge, bei der bestimmt auch für dich interessante Informationen dabei sind!
Übrigens: Auch auf unserer kostenlosen Lernplattform Learn to Care gibt es Kurse zu diesem Themenbereich.
Weitere Links:
#75 mit Bischof Benno Elbs: Über Weihnachten, Sehnsüchte und Erwartungen
15.12.2025, 13:42
Zeitpolster - der Podcast fürs clevere ÄLTERWERDEN
In dieser Ausgabe spricht Gernot Jochum-Müller mit Bischof Benno Elbs – Theologe und Bischof, zugleich Psychologe und Psychotherapeut – über den Zauber von Weihnachten, das Ursprüngliche des Festes und den Druck, der in dieser Zeit oft entsteht. Es geht um Erwartungen, Einsamkeit, Achtsamkeit im Advent und darum, wie Weihnachten ganz persönlich Sinn stiften kann – auch für Menschen ohne religiösen Bezug.
Themen dieser Folge
- Kindheitserinnerungen an Weihnachten: was bleibt, was prägt?
- Der „Zauber“ von Weihnachten vs. Konsum und Erwartungen
- Was bedeutet Weihnachten – im Glauben und im Alltag?
- Warum Weihnachten auch für viele nicht gläubige Menschen wichtig ist
- Worauf es beim Schenken wirklich ankommt
- Wie der Bischof selbst feiert – und wem er im Advent besonders Aufmerksamkeit schenkt
- Die drei großen „Z“: was damit gemeint ist
- Ein Versuch: einmal keine Weihnachtspost schreiben – und was das ausgelöst hat
- Einsamkeit, Melancholie, Depression: warum „hinausgehen“ eine wichtige Bewegung ist
- Beziehungsgeschehen aktiv gestalten: besuchen, anrufen, Verbindung schaffen
Weihnachten als großes Ja zum Menschen: Für Bischof Benno steht Weihnachten dafür, dass sich jeder Mensch nach einem „großen Ja“ zu sich selbst sehnt – und dass Weihnachten genau davon Ausdruck ist.
Ein Satz, der trägt (nach Karl Rahner): Weihnachten heißt, dass Gott sagt: „Ich liebe dich, du Welt. Ich liebe dich, du Mensch.“
Druck von außen ist real: Medien und Wirtschaft erzeugen oft einen gewaltigen Erwartungs- und Konsumdruck – sich dem zu entziehen ist nicht leicht.
Erwartungen im Familienkreis: Friede und Versöhnung werden oft „fix“ erwartet, aber wir sind an Weihnachten dieselben Menschen wie sonst. Gut ist, sich nicht zu überfordern.
Das Ursprüngliche: Weihnachten war – in dieser Perspektive – ein „normaler Tag“: Stall, unterwegs, Volkszählung. Gerade das entlastet und erdet.
Einsamkeit rund um die Feiertage: Verlust, Distanz und auch Nachwirkungen der Coronazeit (nicht besuchen dürfen) spielen hinein. Gleichzeitig betont er: Einsamkeit ist auch (manchmal) eine Entscheidung – und Beziehung braucht Aktivität. Die hilfreiche Bewegung: Nicht im Rückzug bleiben, sondern hinausgehen, anrufen, besuchen – auch wenn es schwerfällt. Daraus kann wieder Beziehung entstehen.
Nicht alles muss an Weihnachten „gelingen“. Weniger Überforderung, mehr Echtheit – und bewusst Beziehung gestalten.