Warum die Flugzeugentführer von Entebbe ihre Geiseln trennten
Beschreibung
Palästinenser und Deutsche entführen ein Flugzeug nach Uganda. Die Geiseln werden in zwei Gruppen geteilt. Dann startet Israel am 4.7.1976 eine Befreiungsaktion.
In diesem Zeitzeichen erzählt Martin Herzog:
- warum die Flugzeugentführung eng mit internationalen Terrornetzwerken und dem Nahostkonflikt verknüpft ist,
- wie genau die Geiseln in Uganda voneinander getrennt werden,
- weshalb die Auswahl der Geiseln nicht nur ideologisch, sondern auch strategisch motiviert ist,
- wie eine spektakuläre Militäraktion Israels das Drama beendet,
- wieso das Ereignis später von der "Landshut"-Entführung in der Erinnerung überlagert wird.
Ende Juni 1976 entführen palästinensische und deutsche Terroristen eine Air-France-Maschine auf dem Weg von Tel Aviv nach Paris. Das Flugzeug wird nach Uganda umgeleitet. Auf dem Flughafen von Entebbe beginnt für die Passagiere eine beklemmende Situation: Die deutschen Entführer teilen sie in zwei Gruppen – Israelis und andere Staatsangehörige. Das erinnert die jüdischen Geiseln an die NS-Zeit.
Während Verhandlungen laufen, plant Israel im Geheimen eine Befreiung. Am 4. Juli 1976 endet die Krise in einer dramatischen Militäraktion, die weltweit Aufsehen erregt.
Das sind unsere wichtigsten Quellen und Interviewpartner:
- Robert Wolff (Historiker, Landeszentrale für politische Bildung Hessen)
- Robert Wolff: Im Schatten der "Landshut" - Die Geschichte der Flugzeugentführung nach Entebbe. Erscheint 2027
Weiterführende Links:
- DLF: 50 Jahre Entebbe - Wie verbreitet war der Antisemitismus in der radikalen Linken?
- Zeitzeichen 13.10.1977: Die Entführung der Lufthansa-Maschine "Landshut"
Unser Hörtipp:
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Die Macherinnen und Macher hinter diesem Zeitzeichen:
Autor: Martin Herzog
Redaktion: Jakob Schiffer und Sefa Inci Suvak