060 Windelfrei, Lockdown und Kita- Wie soll es weitergehen?

17.02.2021, 05:30

Beschreibung

Guten Morgen liebe Hörer, liebe Hörerinnen, liebe Freunde in aller Welt. Ich begr�ße euch zu Folge 60 hier bei Späte Väter 50+ und ich freue mich, dass du wieder zuhörst. Und du kannst uns hören oder mich hören auf Spotify, auf Audio Now, auf iTunes, und anderen Plattformen, ich freue mich, wenn du gern auch unsere neue Webseite besuchst unter www.spaete-Vaeter.com Ja, ich begr�ße dich aus dem ziemlich kalten Berlin immer noch, seit über einer Woche haben wir hier den Tiefkühlschrank aufgemacht. Es ist Winter, wunderbar und am Sonntag war ja auch Valentinstag und der Valentinstag wurde zumindest hier in Berlin von einem Sonnenschein-Wintertag begleitet. Blauer Himmel, es waren tagsüber so um die -2 bis -3 Grad. Das ist doch ganz wundervoll für Valentinstag. Das hebt die Stimmung. Ja ich hoffe ihr alle habt euren Herzensmenschen zum Valentinstag eure Liebe erklärt, aber, ich hebe den Finger und sage: macht das bitte nicht nur einmal im Jahr am Valentinstag, sondern macht es doch am besten jeden Tag. Jeden Tag eine nette, kleine Geste für eure Liebsten, um ihnen zu zeigen, wie sehr ihr sie liebt, wie sehr ihr sie braucht, wie sehr ihr sie mögt und dass ihr glücklich darüber seid, dass sie in eurem Leben sind. Und ja, egal welche Stimmung ihr gerade habt, das ist einfach wichtig. Und ja, Valentinstag. Ich habe den Tag zum Beispiel genutzt, ich habe einen Eisspaziergang gemacht über den Zeuthener See. Wir haben ja die seltene Konstellation, dass die Gewässer um Berlin herum alle nahezu zugefroren sind, bis auf die paar Wasserstraßen, Spree, Dahme, Fahrwasser, die freigehalten werden, aber ansonsten, Müggelsee, Zeuthener See und ringsum überall ist zugefroren, die Menschen sind rausgegangen, haben Ausflüge gemacht, sind spazieren gegangen, haben ihre Lungen mit frischer Luft geflutet, haben Sonne getankt. Und ich finde das ja wirklich super, super, super, denn das hilft auch über die depressive Winterstimmung hinweg, die uns ja alle in irgendeiner Form auch begleitet, auch gerade jetzt nach der Nachricht, dass der Lockdown ja nochmal um drei Wochen verlängert wurde und wir nähern uns ja der magischen Marke Ostern. Ich habe ja schon im November gesagt, das wird bis Ostern gehen, wir werden nicht drum rum kommen, bis Ostern uns einzuschließen. Und insofern hoffe ich, dass dieses Winterwetter ein bisschen beiträgt, um ein bisschen bessere Stimmung zu bekommen. Was zu unserer Stimmung beiträgt, zu unserer freudigen Stimmung ist zum Beispiel, dass unsere kleine Valerie läuft. Ja, die ist gerade mal zehn Monate alt und sie läuft. Sie läuft und freut sich dessen, sie läuft durch die Wohnung quer durch die Küche, durch das Wohnzimmer, einmal im Kreis, bei uns kann man ja durch verschiedene Türen quasi im Kreis, durch Küche und Wohnzimmer laufen und sie lacht dabei und sie juchts dabei und sie freut sich über jeden Schritt, den sie macht. Es ist einfach nur großartig. Und das Thema ist ja auch Windeln und wie bekomme ich das Baby trocken? Das ist ja auch für viele Eltern ein ganz großes Thema. Wie lange müssen Windeln getragen werden. Ich werde auch immer wieder angesprochen und ich selbst bin ja immer wieder überrascht, dass teilweise Kinder mit zwei, drei oder sogar vier Jahren noch Windeln tragen. Das muss nicht sein, man kann Kindern das viel, viel schneller abgewöhnen. Und ich hab schon mal erwähnt, wir haben ja so ein Töpfchen mit Musik und jetzt hat meine liebe Frau ein neues Töpfchen mitgebracht, von Fisherprice, das ist ein Töpfchen, wo ein Deckel drauf ist, den man auch gleichzeitig noch als Hocker nehmen kann. Und der macht richtig tolle Musik, wenn das Baby darauf quasi sein Geschäftchen erledigt hat. Und da kommt richtige schöne und vor allen Dingen abwechslungsreiche Musik, ja? Und zum Schluss, das ist immer das Witzige, kommt immer ein yeah. Und selbst unsere Helena geht da jetzt ab und zu mal drauf, weil die das einfach so lustig findet. Und Valerie findet das auch richtig klasse und die geht jetzt schon alleine, sie kann noch nicht sprechen im Übrigen, ja, aber sie geht alleine zu dem Töpfchen hin und zeigt an, dass sie da drauf möchte und freut sich dann, wenn die Musik kommt und wenn es yeah macht und so kann man mit der Zeit sein Kleinkind trocken bekommen. Unser Ziel ist ja wieder die Marke von vierzehn Monaten, also spätestens mit vierzehn Monaten keine Windeln mehr zu benutzen. Das haben wir auch bei Helena damals geschafft und erstens mal spart das eine Menge Zeit, 'ne Menge Nerven und natürlich auch eine Menge Geld, denn ihr alle wisst, was Windeln kosten. Ja, wenn du wissen willst wie das Töpfchen aussieht, du kannst natürlich gerne mal auf die Webseite von mir schauen, spaete-vaeter.com. Dort habe ich einen kleinen Bericht dazu geschrieben, so eine Art Testbericht zu diesem Töpfchen. Das kannst du dir gerne mal anschauen.

Jetzt trotzdem, ich wollte mich eigentlich nie äußern zum Thema Corona und politischen Dingen und so weiter, und doch muss ich mich jetzt mal zum Thema Lockdown ein bisschen äußern, weil mich das natürlich enorm beschäftigt, gerade im Zusammenhang mit unseren Kindern. Was macht das mit unseren Kindern? Was hat das, was bringt das für die Zukunft. Und am Wochenende gab es in unserer WhatsApp Gruppe von den Eltern der Kitagruppe eine kleine Diskussion, nämlich die Erzieherin, beziehungsweise die Kita-Leiterin hat angeregt, dass jetzt doch vielleicht mal nicht nur Kinder von System…, also von arbeitenden Eltern aus systemrelevanten Berufen in die Kita dürfen. Sondern man hat wohl jetzt erkannt, dass auch Eltern, die nicht systemrelevant sind, die aber ihre Kinder zu Hause haben, langsam an ihre Belastungsgrenzen kommen und dass man denen doch auch mal einräumen möchte, dass sie ihre Kinder auch mal in die Kita bringen dürfen. Es wurde nicht gefragt, ob nicht vielleicht die Kinder das auch mal nötig hätten mit ihren Kindern zu kommunizieren, zu spielen und so weiter. Es ging erstmal nur um die Eltern, finde ich ja schön, dass man daran mal denkt und ich möchte jetzt einfach mal aufgreifen, weil da gibt's so viele verschiedene Ansätze. Also ich verstehe natürlich, dass Systemrelevante Berufe - was auch immer das ist - dass die hier ihre Kinder in die Kita bringen dürfen, weil sie arbeiten müssen. Andere aber dürfen das nicht, obwohl sie aber auch arbeiten müssen, sie müssen ja auch Geld verdienen. Ja die andere Frage ist ja, was ist denn mit all den anderen, die vielleicht gar nicht arbeiten müssen, weil sie entweder in Kurzarbeit sind, zu Hause sind oder was ist denn mit vielen anderen zum Beispiel den Selbstständigen, die ja quasi jetzt unter Berufsverbot leiden, die auch nicht arbeiten dürfen, die zwar ihre Kinder zu Hause haben, ja, mit denen Home Schooling machen müssen, die beschäftigen müssen und so weiter, aber auch kein Geld verdienen. Gerade selbstständige Einzelunternehmer, die teilweise jetzt vor den Scherben ihrer Existenz stehen, ja? Denen faktisch die Lebenswerke teilweise zusammenbrechen, die ihre Geschäfte aufgeben müssen. Die kein Arbeitslosengeld, kein Kurzarbeitergeld kriegen, ja, die gegebenenfalls dann in Hartz IV rutschen müssen. Ja, denkt denn da mal jemand drüber nach, was das für Wirkungen hat auf diese Familien, auch auf diese Kinder, welche Auswirkungen das haben kann, ja? Wenn sowas dann umschlägt, gegebenenfalls in Depressionen oder in Gewalt, in Familienstreitigkeiten und so weiter. Und was ist denn mit denen?  Und es wird auch immer in den Medien so viel hervorgehoben, was denn die Systemrelevanten Beruf alle leisten und dass die am Limit arbeiten. Das verstehe ich, das kann ich auch nachvollziehen, ja? Also gerade im medizinischen Sektor die müssen zehn, zwölf Stunden arbeiten, haben hohe Belastungen. Verstehe ich alles, ja? Aber auch viele Selbstständige, Unternehmer haben die gleichen Belastungen. Ja, ich kenne ja kaum Selbstständige, die die weniger als zehn oder zwölf Stunden am Tag arbeiten und das teilweise auch am Wochenende. Und wenn ich das jetzt mal rumdrehe, all die, die arbeiten gehen sollten doch auch dankbar dafür sein und froh darüber sein, dass sie arbeiten dürfen. Die bekommen nämlich volles Gehalt, volles Einkommen haben keinerlei Einbußen, dürfen sogar ihre Kinder in die Kitas bringen, haben vielleicht, wenn sie schulpflichtige Kinder haben, natürlich Herausforderungen beim Home Schooling, aber zumindestens kaum finanzielle Einbußen. Andersrum all die anderen haben das nicht, Mal unsere Situation, ja, wir haben ja Helena schon Anfang November im letzten Jahr, als noch gar kein Lockdown da war, aber als es langsam darauf zulief, wurden wir gebeten, wer nicht zwingend sein Kind in die Kita bringen muss, möge es doch bitte zu Hause lassen. Das heißt, seit Anfang November haben wir Helena aus der Kita rausgenommen. Wir sind durch den Lockdown durch. Ja? Das auch noch dann mit einem Baby zu Hause. Meine Frau darf ihr Studio nicht öffnen, darf kein Geld verdienen. Und äh ja, das Kind ist jetzt vier Monate zu Hause, vier ganze Monate. Wir versuchen zwar immer wieder mal, auch sich mit dem ein oder anderen Kind, gem�ß den Koronaregeln auch zu treffen, damit sie auch ein bisschen Kontakt hat, aber das ist doch nicht das Gleiche, wie das, was in der Kita passiert, ja? Die Kinder brauchen sozialen Umgang und deswegen bin ich sehr froh, wenn es jetzt auch die Möglichkeit geben sollte, dass wir die Helena wenigstens vielleicht zwei Tage in der Woche, ja oder von mir aus auch nur zwei halbe Tage in der Woche mal in die Kita geben dürfen. Und mal davon abgesehen, dass auch wir natürlich arbeiten müssen, also selbst wenn ich zu Hause bin und zu Hause arbeite, muss ich ja trotzdem irgendwie arbeiten. Also ich muss dazu kommen, zu arbeiten. Ich brauche also auch entsprechende Arbeitsbeding...