Irgendwie Religion – nur wie?
Beschreibung
Drei altkirchliche Glaubensbekenntnisse sind uns überliefert: das sog. Apostolische Glaubensbekenntnis („Apostolikum“), das häufig im Gottesdienst gesprochen wird, außerdem das im Gottesdienst nahezu nie auftauchende (sehr lange) Athanasianische Glaubensbekenntnis („Athanasianum“) und das in der Gottesdienstliturgie ebenfalls immer wieder vorgesehene „Nicäno-Konstantinopolitanum“ (oft auch nur „Nicänum“ genannt, 325/381 n.Chr.). In ihm, dem Nicänum, ist von der „unsichtbaren Welt“ die Rede. Was ist damit gemeint? Diese Frage bildet den Ausgangspunkt unserer 21. Folge mit dem Thema „Religion“. Im Verlauf des Gespräches kommen wir nicht umhin, auf die gefährlichen Seiten von Religion zu verweisen, die es selbstverständlich gab und gibt. Mit dem Nicänum ausgehend von einer Welt, die viel größer, weiter und tiefer ist, als es ein technisierter Zeitgeist zugestehen will, kann Religion jedoch zugleich Räume der Geborgenheit und Freiheit öffnen, kann helfen, mit Ambivalenz und Ambiguität zuversichtlich zu leben und zur Freude am Leben beitragen. Doch ist sie dabei stets auch auf Vernunft angewiesen, damit Fehlentwicklungen entdeckt und umgeleitet werden können. Denn wo Religion z.B. mit Angst arbeitet, geht es in Wahrheit um Etablierung und Erhalt von Machtstrukturen. Daher bedarf Religion immer zugleich der Religionskritik. Kurz: In dieser Episode geht es irgendwie um Religion – nur wie?