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ST02.EP36 - Zwischen Aufbruch und Realität: Lars Fassmann (Kreatives Chemnitz)
08.04.2026, 18:03
Chemnitz war 2025 Europas Kulturhauptstadt – ein Titel, der große Erwartungen geweckt hat. Doch was bleibt davon wirklich? Welche Chancen wurden genutzt, wo gab es Reibung, und wie verändert so ein Jahr eine Stadt nachhaltig?
In dieser Episode spreche ich mit dem Unternehmer, Kreatives Chemnitz Vorstandsmitglied und Stadtgestalter Lars Fassmann, der Chemnitz nicht nur aus der Perspektive der Kreativwirtschaft kennt, sondern auch als jemand, der aktiv an der Entwicklung der Stadt mitwirkt. Lars, der einmal Oberbürgermeister von Chemnitz werden wollte, war im letzten Jahr selbst nicht untätig und hat versucht mit Projekten wie der Kreativachse wirksame Impulse zu setzen. Viele Chemnitzerinnen und Chemnitzer schätzen seinen differenzierten Blick – auf Potentiale der Kulturhauptstadt, von neuer Sichtbarkeit bis hin zu kultureller Dynamik, aber auch auf die kritischen Punkte, die in der Euphorie vielleicht untergegangen sind.
Ein Gespräch über Realität, Visionen und die Frage, was von einem solchen Großprojekt wirklich bleibt.
Moderation: René Kästner – Kurator, Filmproduzent und Regisseur (RED TOWER GmbH)
Musik: Alva Noto + Opiate, "Opto file 2", 2001, Raster-Noton CDR 040
Shownotes:
ST02.EP35 - Mitten im Wandel: Dr. Daniel Daum (Freie Presse Mediengruppe)
01.04.2026, 21:06
Für die zweite Episode der zweiten Staffel habe ich Dr. Daniel Daum in den ZENTRALHALTESTELLE Podcast eingeladen. Seit November 2023 ist er Geschäftsführer der „Freie Presse Mediengruppe“ und dabei, Chemnitz Schritt für Schritt kennenzulernen, zu entdecken und sich hier zu vernetzen.
Zuvor war er bei der „Rheinische Post Mediengruppe“ in Düsseldorf für die digitale Transformation verantwortlich. Genau darin liegt auch sein Fokus in Chemnitz: die „Freie Presse Mediengruppe“ zu einem der modernsten regionalen Medienhäuser Deutschlands weiterzuentwickeln – mit digitalen Know-how, relevanten Inhalten und natürlich einem starken Team.
Daniel pendelt momentan noch zwischen Chemnitz und Paris und hat es sich zur Aufgabe gemacht, Brücken zwischen Frankreich und Sachsen zu bauen – egal ob wirtschaftlich, kulturell oder sportlich. Perfektes Timing: Er ist mitten in die spannende Phase rund um die Europäische Kulturhauptstadt 2025 geraten.
Mit über 20 Jahren Erfahrung in Führungspositionen in der Medienbranche – in Deutschland und Frankreich – bringt er jede Menge Perspektive mit. Unter anderem war er bei Prisma Media in Paris tätig und hat internationale Medienhäuser bei ihrer digitalen Transformation begleitet.
Ein spannender Werdegang, von dem Chemnitz und die Region heute profitieren können. Wir sprechen über Herausforderungen, Chancen und Perspektiven für die Stadt – und darüber, was sie in Zukunft bewegen könnte.
Moderation: René Kästner – Kurator, Filmproduzent und Regisseur (RED TOWER GmbH)
Musik: Alva Noto + Opiate, "Opto file 2", 2001, Raster-Noton CDR 040
Shownotes:
ST02.EP34 - Mitmachen als Leitprinzip - Im Gespräch mit Josephine Hage (Makers, Business & Arts, Chemnitz 2025)
25.03.2026, 13:29
Willkommen zurück im ZENTRALHALTESTELLE Chemnitz Podcast. Hier geht es um Menschen, die Kultur nicht nur mögen, sondern machen: in der Kreativwirtschaft und überall dort, wo Ideen entstehen. Die erste Staffel begann 2020 – in einer Zeit, in der vieles stillstand, außer Gedanken. Der Blick ging nach vorn: auf Chemnitz als Europäische Kulturhauptstadt 2025, auf Visionen, Zweifel und ziemlich große Pläne.
Staffel zwei macht das Gegenteil.Wir schauen zurück – auf das, was wirklich passiert ist. Und auf die Menschen, die es möglich gemacht, begleitet oder einfach mittendrin erlebt haben.In der ersten Episode spreche ich mit Josephine Hage, einer zentralen Projektverantwortlichen der Europäischen Kulturhauptstadt 2025. Im Rahmen des Flagship-Projekts „Makers, Business & Arts“ gilt sie als eine der treibenden Kräfte dafür, Kultur, Kreativwirtschaft und Tourismus in Chemnitz zu verknüpfen – mit dem Ziel, Kultur erlebbar, partizipativ und nachhaltig in der Region zu verankern. Josephine initiierte und begleitet den Aufbau von neun Makerhubs – Orten, an denen Kunsthandwerk, Design, traditionelles Handwerk, neue Technologien und kreatives Unternehmertum zusammenkommen. Unter ihrer Leitung wurden Konzepte und Initiativen entwickelt, die Kultur erlebbar machen – z. B. Workshops, Mitmachangebote und touristische Formate.
Mitmachen als Leitprinzip: In dieser Episode sprechen wir über Chancen, Herausforderungen und den langfristigen Einfluss ihrer Arbeit auf die Stadt.
Moderation: René Kästner – Kurator, Filmproduzent und Regisseur (RED TOWER GmbH)
Musik: Alva Noto + Opiate, "Opto file 2", 2001, Raster-Noton CDR 040
Shownotes:
https://chemnitz2025.de/makeradvent2025/
https://www.stadtwirtschaft.org
https://stadtfabrikanten.org/fablabchemnitz
https://www.zentralhaltestelle.de
ST01.EP33 - Rückkehr nach Chemnitz - Der Berliner Maler Lars Teichmann
26.10.2024, 07:30
In dieser ZENTRALHALTESTELLE Podcast Episode spricht René mit Lars Teichmann, ein in Berlin lebender bildnender Künstler und Maler. Seine kreative Karriere begann allerdings bereits in der Subkultur der Neunziger Jahre in Chemnitz und Umgebung. Lars entwickelte sich in dieser Zeit zu einem progressiven Graffitikünstler, der sich ästhetisch und stilistisch schon früh abheben wollte. Dann aber verlässt er Chemnitz um Inspiration in Berlin zu finden.
Von 2002 bis 2008 studierte er Bildende Kunst an der Universität der Künste Berlin bei Wolfgang Petrick und Daniel Richter. 2006 war er Meisterschüler von Valérie Favre an der Universität der Künste Berlin.
Heute stellt Lars in seinen großformatigen Werken historische Malerei und zeitgenössische Haltung nebeneinander. Ausgangspunkt seiner Kreationen sind oft Motive aus vergangenen Epochen wie Klassik oder Barock.
Diese opulenten Darstellungen unterzieht er einer radikalen und expressiven Bearbeitung. Teichmann abstrahiert die Figuren auf ihre Umrisse, entzieht den Bildern ihre Farbigkeit, fügt Farbstriche und -spritzer hinzu und verdeckt fast immer die Gesichter mit weißer Farbe. Dabei öffnet er völlig neue Perspektiven auf bestehende Werke und ganze Themen und hinterfragt unsere traditionellen Sehgewohnheiten.
Für eine Künstlerresidenz in den Chemnitzer CAMMANN Studios kehrt Lars nun zurück in seine alte Heimat und arbeitet an Neuinterpretationen verschiedener Kunstwerke aus dem Bestand der Kunstsammlungen Chemnitz. Diese Werkserie wird im Oktober 2025 in der Markthalle Chemnitz bei der HALLENKUNST ausgestellt.
In der Episode sprechen wir über Lars` Vergangenheit in Chemnitz und seine künstlerische Biografie mit Höhen und Tiefen, seine Rückkehr in die Heimat und eine Monografie mit dem Titel "Die zehn Kapitel der Malerei" welche kürzlich erschienen ist.
ST01.EP32 - Das neue Mural am Johannisplatz - Im Gespräch mit der Street Art Künstlerin Claudia 'MadC' Walde
21.10.2024, 16:06
Claudia 'MadC' Walde aus Dresden läutet mit einer Fassadengestaltung am Johannisplatz in Chemnitz das HALLENKUNST Public Mural Art Programm im Rahmen der Europäischen Kuöturhauptstadt Chemnitz 2025 ein. Dem Mural werden noch weitere großformatige Gestaltungen im Stadtgebiet folgen, doch vorher wollen wir Claudia hier im ZENTRALHALTESTELLE Podcast vorstellen und ein wenig über ihre künstlerische Biografie und die Herleitung des abtrakten Artworks sprechen.
"Claudia Walde, besser bekannt unter dem Pseudonym MadC, studierte an der Burg Giebichenstein in Halle, sowie am Central Saint Martins College in London. Im Jahr 1998 begann sie mit Sprühdose erst die Wände in ihrer Heimat und später dann Wände weltweit in mehr als 35 Ländern mit ihrer abstrakten Kunst zu gestalten.
Sie zählt aktuell zu denweltweit bekanntesten Graffitikünstlerinnen. Ihre Arbeiten befinden sich unter anderem in Deutschland, Spanien, Südafrika, Mexiko, Hongkong, Tschechien, Schweden, USA, Großbri- tannien, Irland, Niederlande, Polen, Frankreich und Griechenland.
Ihre Leinwände werden in Einzel- und Gruppenausstellungen etwa im Kunst- und Mu- seumszentrum Sinkka im finnischen Kerava, der Dulwich Picture Gallery in London und im Rahmen des Mural Arts Programs in Philadelphia in den USA gezeigt.
Das Thema Schrift zieht sich in Abstraktion durch die gesamte Arbeit der in Dresden lebenden Künstlerin. Dabei strebt sie stets danach, energievolle Verbindungen und Ver- netzungen zu schaffen. Transparenzen und leuchtende Farben dominieren Claudia Waldes Bilder. Mit Sprühfarbe, Aquarell und Acryl schafft die Künstlerin immer wieder neue Span-nungsfelder zwischen Schrift und Abstraktion." (HALLENKUNST.DE)
Die Idee und das Motiv zur Gestaltung der Fassade entstand im Zusammenhang mit ihrer Artist Residency in den Chemnitzer CAMMANN Studios im August 2024, das Teil des Rahmenprogramms des Ausstellungsprojekts HALLENKUNST ist und zu der die Künstlerin MadC im Frühjahr 2024 durch den Kurator René Kästner eingeladen wurde. In die Gestal- tung des Artworks mit dem Titel „TGIF“ einbezogen werden sowohl die Wandflächen des Gebäudes, dabei sollen der Blick vom Roten Turm und der Straße der Nationen mit abs- trakten Bildkompositionen gestaltet werden, deren Linien perspektivisch jeweils in einem Punkt zusammenlaufen. Basis des Artworks ist eine Leinwandserie, welche im Oktober 2025 in der Markthalle Chemnitz zur HALLENKUNST 2025 ausgestellt wird.
In dieser ZENTRALHALTESTELLE Episode spricht René (der auch Co-Kurator des HALLENKUNST Projekts ist) mit Claudia über ihre künstlerische Karriere und Wurzeln in der internationalen Graffitiszene und natürlich das Mural am Johannisplatz 01 in der Chemnitzer Innenstadt. Mehr Fotos und ein Video könnt ihr euch hier auf Instagram oder hier auf der HALLENKUNST Website ansehen.