Franz-Stefan Gady zur Wehrdienstreform: "Wir haben keine Zeit für Experimente"

28.07.2026, 15:32

Beschreibung

Gast: Franz-Stefan Gady, Militärexperte, Buchautor, zuletzt erschienen "Der Überfall - Wenn der Krieg zu uns kommt" (Molden Verlag) Moderation: Anna Wallner, Head of New Media Schnitt: Audiofunnel/Georg Gfrerer

Die Regierung stand an diesem Wochenende fast an der Kippe, vor allem der Neos wegen. Schuld daran war die Wehrdienstreform. Wir fragen einen, der sich mit Militär auskennt, den Experten und Milizoffizier Franz-Stefan Gady. Er gibt bei uns im Podcast zu: „Ich habe meine Werhrdienstzeit überhaupt nicht gemocht. Ich bin einfach nicht gern in Uniform.“ Dennoch ist er für eine Verlängerung des Wehrdienstes. Die nun beschlossene Reform ist für ihn „ein Kompromiss, mit dem man leben kann“.

Die Themen: Warum das „6 plus 3"-Modell aus Gadys Sicht trotz allem eine echte Reform ist. Warum ohne den zusätzlichen Monat die sogenannte Festigungsphase in der Ausbildung verloren gegangen wäre. Was der Unterschied zwischen Grundwehrdienst und Übungspflicht in der Praxis bedeutet. Warum der Zivildienst aus Wehrgerechtigkeits-Gründen eigentlich verlängert gehört hätte. Und er erzählt uns, dass die Tradition des „Einjährig-Freiwilligen" bis in die Monarchie zurückreicht, auch Sigmund Freud und Arthur Schnitzler haben so gedient.

Zur Person: Franz-Stefan Gady ist Militärexperte mit Spezialgebiet Ukraine und Autor. Zuletzt erschienen ist sein Buch „Überfall – Wenn der Krieg zu uns kommt" (Molden Verlag), in dem er ein russisches Angriffsszenario auf Österreich durchspielt.

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