Meckel & Matthes

Meckel & Matthes

Von Miriam Meckel, Sebastian Matthes
Von Miriam Meckel, Sebastian Matthes Sprache: german
Jeden Freitag diskutieren Handelsblatt-Chef Sebastian Matthes und die Publizistin Miriam Meckel die wichtigsten Themen aus Wirtschaft, Technologie und Politik. Persönlich, meinungsstark und pointiert ordnen sie Entwicklungen ein, geben ungefiltert Einblick in ihre Woche, markieren Aufreger und Hoffnungsträger und wagen den Ausblick, was in den kommenden Tagen wichtig wird. Meckel & Matthes, ein Handelsblatt-Podcast: aktuell, persönlich, meinungsstark.

Alle Episoden

Flugtaxis, KI-Euphorie und das „Museum“ Europa: Eine Reise durch Asien

10.04.2026, 01:03

Handelsblatt-Chefredakteur Sebastian Matthes reist derzeit durch die Innovationszentren Asiens und erlebt dort eine Begeisterung für technologischen Fortschritt, die in Europa oft unterschätzt wird. In der neuen Folge berichtet er von seinem Flug im autonomen Flugtaxi, von Gesprächen mit Gründern, Investorinnen und Konzernen – und von einer Stimmung, die sich fundamental von der in Deutschland unterscheidet. „Die Stimmung, die ich hier spüre, ist die totale Begeisterung an Technologie, an Innovationen und an dem, was die Zukunft so bringt. Und das ist schon ein ziemlicher Kontrast zu dem, was wir gerade in Europa erleben“, sagt Matthes.

Gemeinsam mit Kommunikationswissenschaftlerin Miriam Meckel blickt er auf die neue Innovationskraft Asiens und auf die unterschiedlichen Wege, mit denen Indien und China ihre Technologie-Ökosysteme aufbauen. Für viele Chinesen, so Matthes, sei Europa nur noch ein „Museum“, während sie selbst im Labor der Zukunft arbeiteten.

Im Mittelpunkt steht zunächst Bangalore, das Herz der indischen Tech-Industrie. Matthes beschreibt eine Stadt voller Talent und Widersprüche: Globale Forschungszentren treffen auf eine Infrastruktur, die mit dem Wachstum kaum Schritt hält. „So sehr sich diese Stadt in den letzten Jahren entwickelt hat – sie hat Unicorns am laufenden Band produziert –, aber die Infrastruktur hält mit dieser Entwicklung nicht stand“, so Matthes. Meckel lenkt den Blick dabei auf die tieferen Muster solcher Ökosysteme: auf die Rolle von Universitäten, auf kulturelle Prägungen und auf die Frage, was geschieht, wenn Künstliche Intelligenz genau jene Arbeit verändert, durch die ein Standort groß geworden ist.

Im zweiten Teil der Folge geht es nach China – nach Guangzhou als industrielles Rückgrat und nach Shenzhen als vielleicht radikalstes Innovationsökosystem der Gegenwart. Dort wird sichtbar, wie eng Industrie, Software und staatliche Strategie verzahnt sind.


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Trump und der "Papiertiger", die stille Enteignung der Jugend, Krise der Männlichkeit

03.04.2026, 01:01

Der Irankrieg vertieft die Risse im transatlantischen Verhältnis – Trump droht mit dem Nato-Austritt, dieser sei „mehr als eine reine Überlegung". In einer Fernsehansprache am Mittwoch verlor er darüber jedoch kein Wort. Sind seine Drohungen also – genauso wie die Nato – ein "Papiertiger"?

Meckel & Matthes diskutieren außerdem, warum extremistische Parteien bei jungen Menschen so populär ist: „Wir haben es mit einer Generation zu tun, die systematisch enteignet wird", sagt Handelsblatt-Chefredakteur Sebastian Matthes.

Vor allem junge Männer wählen die AfD. Die in Teilen rechtsextreme Partei, so Publizistin Miriam Meckel, liefere „eine vermeintliche Antwort auf männliche Desorientiertheit". Matthes sieht auch Folgen einer Leerstelle: Während die gesellschaftliche Rolle der Frauen sich weiterentwickelte, blieb, so Matthes, die Frage offen, was Männlichkeit in der modernen Gesellschaft bedeutet.


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Klingbeils Ruck-Rede, Weltkrieg um Energie, Miriams Erfahrung mit digitaler Gewalt

27.03.2026, 02:03

Nach den Landtagswahlen herrschen bei SPD und Union einerseits Endzeitstimmung. Andererseits haben Kanzler Merz und Vizekanzler Klingbeil am Mittwoch zur großen Deutschland-Reform aufgerufen: Mehrwertsteuer, Rente, Ehegattensplitting.

Handelsblatt-Chefredakteur Sebastian Matthes findet: alles richtig. Was fehlt, sei aber „die große Idee, wo Deutschland hinwill“. Auch Publizistin und Professorin Miriam Meckel sieht die Regierung noch bei der „Grundsanierung“ eines maroden Hauses, während andere Staaten die Architektur der Zukunft entwerfen.

Zudem sprechen die Hosts über die Weltenergiekrise infolge des Irankriegs und den Fall Collien Fernandes, die ihrem Ex Christian Ulmen „digitale Vergewaltigung“ vorwirft. Meckel berichtet darüber, wie sie selbst Opfer von Onlinegewalt wurde – und warum der Rechtsstaat nur wenig Hilfe bietet.


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Die übersehenen Folgen des Irankriegs und die Krise in den Klassenzimmern

20.03.2026, 02:02

Die militärische Eskalation im Iran entwickelt sich längst zu mehr als einem regionalen Krieg. Angriffe auf Öl- und Gasinfrastruktur treiben die Energiepreise, setzen Lieferketten unter Druck und verschärfen die Unsicherheit an den Märkten. Für Handelsblatt-Chefredakteur Sebastian Matthes ist klar: „Wir haben es hier mit einer gigantischen Disruption für die Weltwirtschaft zu tun.“ Meckel & Matthes fragen, wie weit die ökonomischen Folgen dieses Konflikts reichen – und wer am Ende sogar von ihnen profitiert.

Ebenfalls Thema im Podcast: Während Länder wie Singapur oder Finnland ihre Schulen auf eine von Künstlicher Intelligenz geprägte Zukunft ausrichten, fehlt es in Deutschland an Strategie, Tempo und Realitätssinn. Überforderte Lehrkräfte, veraltete Strukturen und ein System, das auf die falschen Fragen die alten Antworten gibt. Kommunikationswissenschaftlerin Miriam Meckel formuliert es drastisch: „Unsere Kinder sitzen im Hospiz der Bildung, während da draußen die Welt sich gerade weiterentwickelt.“


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Demokratie ohne Bindung, die KI-Stasi und die Frage: Erleben wir das Ende der Freiheit?

13.03.2026, 02:01

Nach der Landtagswahl in Baden-Württemberg steht die CDU vor einer schmerzhaften Analyse. Für Publizistin und Professorin Miriam Meckel ist der Kandidat ein Teil der Ursache. CDU-Spitzenkandidat Manuel Hagel, so Meckel, habe es an politischer Strahlkraft gefehlt: „Auf mich wirkte Hagel wie ein Bankberater-Bürschchen.“

Aber noch eine zweite Lektion, so die Podcast-Hosts, bleibt nach der Wahl: In vielen westlichen Demokratien gewinnen Persönlichkeiten und Bewegungen an Bedeutung, während klassische Volksparteien an Zustimmung verlieren. Wahlkämpfe werden zunehmend zu Entscheidungen über Köpfe. Meckel und Handelsblatt-Chefredakteur Sebastian Matthes fragen: Steuern wir auf eine Art „parteilose“ Demokratie zu?

Zum Schluss geht es um die Fortschritte bei Künstlicher Intelligenz und Datenanalyse, die es Regierungen immer leichter machen, Bürger massenhaft zu überwachen. Für Matthes ist der Streit zwischen Anthropic und den USA bereits ein gefährlicher Präzedenzfall: „Wir sehen möglicherweise gerade den Beginn einer staatlich kontrollierten KI.“ Kann Europa noch Regeln setzen, die Freiheit und technologische Entwicklung miteinander verbinden?


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