Kurz gesagt: Italien

Kurz gesagt: Italien

Von Sebastian Heinrich
Von Sebastian Heinrich Sprache: german
"Kurz gesagt: Italien" ist der Podcast, der Italien erklärt. Wort für Wort. Mein Name ist Sebastian Heinrich. Episode für Episode nehme ich ein unübersetzbares italienisches Wort unter die Lupe – und erkläre so jedes Mal ein Stück Italien. Es geht um unübersetzbare Wörter, für die es keine einfache Entsprechung im Deutschen gibt. Zum Beispiel autogrill, dietrologia, cinepanettone. Hinter jedem dieser Wörter steckt eine Geschichte, die dabei hilft, Italien besser zu verstehen. "Kurz gesagt: Italien" erzählt diese Geschichten. Viele Menschen im deutschsprachigen Raum interessieren sich für Italien. Doch der Blick vieler Menschen auf Italien ist von Klischees geprägt: vom negativen Klischee des angeblich chaotischen Lands, das nichts auf die Reihe kriegt – oder vom positiven, romantisch verklärten Klischee von amore und dolce vita. Vielleicht sogar von beiden gleichzeitig. Diese Klischees reichen aber nicht, um Italien zu begreifen. "Kurz gesagt: Italien" soll dabei helfen, Italien besser zu verstehen. Dieser Podcast soll das Italienbild der Menschen, die zuhören, bunter machen. Er bricht Klischees auf, ergänzt manche – und widerlegt andere. Ich bin politischer Journalist, habe einen wichtigen Teil meines Lebens in Italien verbracht.Ich lebe, seit ich zwölf Jahre alt bin, ein zweisprachiges, deutsch-italienisches Leben. Ich kenne mich in Italien, diesem wundervollen und komplizierten Land, ziemlich gut aus. Zu "Kurz gesagt: Italien" erscheinen ein Gratis-Newsletter und der Bonus-Newsletter "Mensile" – den exklusiv zahlende Mitglieder erhalten. Alle Ausgaben sind unter texte.kurzgesagtitalien.de zu finden. Wer den kostenlosen Newsletter abonnieren will, kann das unter newsletter.kurzgesagtitalien.de tun. Wer Mitglied werden will, findet alle Infos dazu unter mitglied.kurzgesagtitalien.de. Wer mich kontaktieren will, erreicht mich am besten per Mail unter sebastian@kurzgesagtitalien.de.

Alle Episoden

Fiume: Der wohl schrägste Staat der Geschichte

08.05.2026, 03:00

Wie brutale Kämpfer, Künstler und Piraten einen Stadtstaat an der Adria regierten.

Im September 1919 führt der italienische Dichter Gabriele D'Annunzio Hunderte Kämpfer in die mehrheitlich von Italienern bewohnte Stadt Fiume. Sie besetzen Fiume – und unter D'Annunzios Führung entsteht ein einzigartiger Kleinstaat.

Diese Folge erzählt die unübersetzbare Geschichte von Fiume: Vom Alltag aus fanatischem Nationalismus und Drogenrausch, ungezügeltem Leben und brutaler Unterdrückung. Von einem Ort, der 15 Monate lang zum Zufluchtsort für traumatisierte Veteranen, Künstler und Anarchisten wird – und zur Hölle für die slawische Minderheit in Fiume. Vom Dichterfürsten D'Annunzio – und davon, wie er ein ganzes Land in den Weltkrieg treibt.

Zu Gast in dieser Folge ist der in Österreich seit Jahrzehnten erfolgreiche Autor, Kabarettist, Schauspieler Dirk Stermann, dessen Roman "Die Republik der Irren" vom unfassbaren Leben in Fiume handelt.

Das ist die 25. Folge von Kurz gesagt: Italien – dem Podcast, der Italien erklärt. Wort für Wort.

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Urlaub in Italien? Oder ein paar Tage konzentriert im Homeoffice arbeiten, an einem der schönsten Flecken Norditaliens?

Wir haben da etwas: Die Casa Giardino in Abano Terme. Eine Ferienwohnung für Alleinreisende und Paare in Venetien

Ruhig und gleichzeitig zentral gelegen im Thermenstädtchen Abano Terme. Am Fuß der Euganeischen Hügel – einem echten Wanderparadies. Padua, Venedig und die Adria-Strände sind schnell erreichbar. Die Wohnung bietet Garten, Küche, Klimaanlage – und einen voll ausgestatteten Arbeitsplatz mit höhenverstellbarem Schreibtisch und 34-Zoll-Monitor.

Alle Infos unter: bit.ly/casa-abano-terme

Passaparola – Mundpropaganda

Im Passaparola empfehle ich diesmal drei Werke, um noch tiefer in die Welt von Fiume und den Futurismus einzutauchen:

Über diesen Podcast

Kurz gesagt: Italien hilft dabei, Italien besser zu verstehen. Der Podcast nimmt Folge für Folge ein unübersetzbares italienisches Wort unter die Lupe, hinter dem eine spannende Geschichte über dieses wundervolle und komplizierte Land steckt.

Bonusepisode: Für alle Mitglieder (Primo- oder Secondo-Mitgliedschaft) gibt es das Interview mit Dirk Stermann in voller Länge als exklusive Bonusfolge. Darin geht es auch darum, wie das Erbe von Fiume bis heute in Italien nachwirkt.

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Hier finden Sie, findet ihr die Spotify-Playlist "Kurz gesungen: Italien" – mit Songs zum Podcast und den Newsletter-Episoden.

In dieser Episode verwendete Quellen

(1920) Reportage “City under D’Annunzio – Boyhood Dreams Come True” in der neuseeländischen “Evening Post” vom 29.12.1920

(1920) Karte zum Hunger in Europa aus der US-Buchreihe “Harper’s Pictorial Library of the World War”

(2002) Olinto Mileta Mattiuz: Aufsatz über die Entwicklung der Volksgruppen in Fiume, Zara und der Region Istrien (PDF)

(1932) Eintrag im Lexikon des italienischen Verlags Treccani zur Geschichte der Stadt Fiume/Rijeka

(1910) Lied “La più bella del villaggio”, in einer Aufnahme der Sängerin Maria Campi

(1882) Deutscher Wortlaut des Dreibund-Vertrags zwischen Deutschland, Italien und Österreich-Ungarn (PDF)

(1911) Zeitungsanzeigen deutscher Firmen in Italien (Corriere della Sera, Ausgabe vom 20. März 1911) (Kein Link, da Printbeleg)

(1990) Lied “Ottocento” von Fabrizio De André

(1918) Von Kaiser Wilhelm II. verlesene Kriegserklärung Deutschlands aus dem August 1914, nachträglich von ihm eingesprochen im Januar 1918

(1915) Italienischer Originaltext des Londoner Vertrags (PDF)

(1986) Lexikoneintrag mit ausführlicher Biografie von Gabriele D’Annunzio (Treccani)

Text der Stiftung “Il Vittoriale” über D’Annunzios luxuriösen Lebensstil in der Villa Capponcina

(1912) Gedichtband “Le canzoni delle gesta d’oltremare” von Gabriele D’Annunzio (Letteratura Coloniale)

(2024) Sendung der Reihe “Wikiradio” im öffentlich-rechtlichen Radiosender Rai Radio 3 über die Rede Gabriele D’Annunzios in Quarto di Genova

(1915) Foto von Gabriele D’Annunzio während seiner Brandrede in Quarto di Genova

(2018) Historische Zusammenfassung der Tage bis zum Kriegseintritt Italiens im Mai 1915

(2014) Essay „Mythos Gabriele D'Annunzio“ des Österreichischen Staatsarchivs über D'Annunzios Propagandaflug über Wien

(2018) Artikel der Onlinezeitung “Il Post” über Gabriele D’Annunzios Propagandaflug über Wien

(2002) Artikel “Ikarus über Wien” in der Tageszeitung Der Standard zu D'Annunzios Flug über die österreichische Hauptstadt

(2018) Fachartikel "Spanish flu in Italy" im Journal Le Infezioni in Medicina zur Zahl der Todesopfer der Spanischen Grippe (PDF)

(2014) Zusammenfassung der Enzyklopädie "1914-1918-online" zur schwierigen statistischen Erfassung der gefallenen und verwundeten italienischen Soldaten im Weltkrieg

(1919) Artikel “Un altro discorso di D’Annunzio” aus dem Corriere della Sera vom 7. Mai 1919

(1909) Tommaso Marinetti: Manifest des Futurismus, italienische Originalfassung

(1909) Tommaso Marinett...

Coperto: Vom Essengehen in Italien

17.11.2025, 05:00

Folge 24: Ristorante, trattoria und osteria: die Geschichte der unübersetzbar italienischen Essenslokale

In Italien gehört das Coperto zu jedem Restaurantbesuch – ein kleiner Betrag auf der Rechnung, der seit Jahrzehnten Diskussionen auslöst. Woher kommt diese Gebühr? Warum existiert sie fast nur in Italien? Und was verrät sie über den Ursprung moderner ristoranti und trattorie?

Diese Folge erzählt die Geschichte des Essengehens in Italien: von den Garküchen im alten Rom zu den Trattorien der Nachkriegszeit, von höfischen Tafeln über deutsche Bierstuben in Neapel, von mittelalterlichen Gasthöfen bis zur revolutionären Erfindung des Restaurants. Von Futuristen, die die italienische Küche umkrempeln wollten - und einem Mann, der die Italiener gelehrt hat, die französische Küche hinter sich zu lassen.

Das ist die 24. Folge von Kurz gesagt: Italien – dem Podcast, der Italien erklärt. Wort für Wort.

Passaparola – Mundpropaganda

Im Passaparola empfehle ich diesmal die ARTE-Reportage „Re: Die Retter der italienischen Küche“ – über Tradition, Streitlust und Erfindergeist in italienischen Küchen.

Über diesen Podcast

Kurz gesagt: Italien hilft dabei, Italien besser zu verstehen. Der Podcast nimmt Folge für Folge ein unübersetzbares italienisches Wort unter die Lupe, hinter dem eine spannende Geschichte über dieses wundervolle und komplizierte Land steckt.

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In dieser Episode verwendete Quellen

(1984) Episode zum Coperto aus dem Bologna des Jahres 1936: Interview von Regisseur Federico Fellini mit der legendären Gastrokritikerin Mimi Sheraton für “Vanity Fair”

Geschichte der Wirtin Cesarina laut dem “Ristorante Cesarina” in Bologna

Geschichte der Wirtin Cesarina laut dem “Ristorante Cesarina” in Rom

(2012) Artikel über die Wirtin Cesarina des italienischen Gastrokritikers und Gründers der Zeitschrift “Gambero Rosso”, Stefano Bonilli

(2023) Analyse des Branchenverbands FIPE zu Coperto, Service und Zuschlägen in italienischen Restaurants

Leitfaden der Verbraucherschutzorganisation Euroconsumatori zum Coperto - und allgemein zu den Rechten von Restaurantgästen in Italien

Eintrag zum Substantiv „coperto“, Wörterbuch Treccani

(2014) Aufnahme römischer Musik mit antiken Instrumenten bei einem Römerfest, verwendet als Klangteppich zur Passage über Pompeji

Schularbeitsblatt „Essen und Trinken im alten Rom“, Klett Verlag (PDF)

(2021) Pressemitteilung der Ausgrabungsstätte Pompeji zur Öffnung des neu entdeckten Thermopoliums der Regio V

(2011) Aufsatz „Bar, fast food e tavole calde: nomi e funzioni dei locali di ristoro nelle città romane dell’Impero“ von Francesca Grossi, Zeitschrift Lanx 9

(2011) Fachartikel „Consumi e ospitalità“ zu Speisegaststätten im mittelalterlichen Italien, von Francesca Pucci Donati und Rossella Rinaldi

(1935) Eintrag „osteria“ aus der Enciclopedia Italiana, Verlag Treccani

(2017) Christoph Ribbat: „Im Restaurant. Eine Geschichte aus dem Bauch der Moderne“

(2021) Artikel der französischen Gewerkschaft FNASFO: Wie die ersten Restaurants aussahen

(2020) Radio France Culture: „Naissance du restaurant, une révolution dans l’assiette“

Podcast „Geschichten aus der Geschichte“, Folge ZS60: Mit dem Aufkommen der Restaurants wird das Essengehen erfunden

(2010) John Dickie: „Delizia! Die Italiener und ihre Küche“ (deutsche Ausgabe)

(1766) Digitalisierte Ausgabe des Kochbuchs „Il cuoco piemontese perfezionato a Parigi“ (PDF)

(1773) Digitalisierte Ausgabe des Kochbuchs „Il cuoco galante“ von Vincenzo Corrado (PDF)

Eintrag des Museo Torino zum „Caffè-Ristorante del Cambio“ in Turin

(2025) Artikel bei CiboToday über das Ristorante del Cambio in Turin

(1957) Folge 2 von Mario Soldatis RAI-Dokufilm-Reihe „Viaggio nella valle del Po“ – Abschnitt über das Ristorante del Cambio in Turin

Eintrag „ristorante“ aus der Enciclopedia Italiana, Verlag Treccani

Etymology Online: Eintrag „trattoria“

Wörterbuch Treccani: Eintrag für „trattoria“

(2020) Esquire Italia: Artikel über Unterschiede zwischen Trattoria, Osteria und Taverne

(2013) Dieter Richter: „Con gusto. Eine Geschichte der italienischen Küche“

(1908) Digitalisierte Ausgabe von Hans Barths „Osteria. Ein Führer durch Italiens Schenken“

(1909) Italienische Übersetzung von Hans Barths „Osteria“ mit Vorwort von Gabriele D’Annunzio

(1891) Digitalisierte Gesamtausgabe von Pellegrino Artusis „La scienza in cucina e l’arte di mangiar bene“ (PDF)

(2023) “Pellegrino Artusi e l'identità italiana in cucina”, Folge 10 des RAI-Podcasts „I racconti della tavola“ von Massimo Montanari

(2018) Alberto Grandi: „Denominazione di origine inventata“ – Buch zur erfundenen Tradition italienischer Gerichte (italienische Originalfassung)

(2024) Alberto Grandi: „Mythos Nationalgericht. Die erfundenen Traditionen der italienischen Küche“ (deutsch)

(2025) Artikel im Magazin “Italy Segreta” über das futuristische Restaurant „Taverna del Santopalato“ in Turin

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Milleproroghe: Italiens unendlicher Weihnachtsbrauch

18.07.2025, 04:00

Folge 23: Warum die Regierenden in Rom Jahr für Jahr einen riesigen Umzugskarton füllen – und warum das ein Problem ist, das niemand loswird

Das Milleproroghe-Dekret ist das Weihnachtsgeschenk, das die Regierung in Rom Jahr für Jahr den Menschen im Land beschert. Ein italienischer Sonderfall, den das Land seit Jahrzehnten nicht loswird.

Diese Episode erzählt die Geschichte dieser seltsamen Tradition. Es geht um Volksvertreter, die wenig mit ihrer Macht anfangen, um eine Lotterie, die per Notstandsgesetz verschoben wird – und darum, wie die italienische Politik so kompliziert geworden ist,

Das ist die 23. Folge von Kurz gesagt: Italien – dem Podcast, der Italien erklärt. Wort für Wort.

Zu Gast ist diesmal Francesco Palermo, Professor für Verfassungsrecht an der Universität Verona.

Passaparola – Mundpropaganda

Im Passaparola empfehle ich diesmal den Artikel "In diesem prächtigen Gang passieren kleine Morde" von Oliver Meiler, erschienen im Jahr 2022.

Einen Einblick in den Saal namens "Transatlantico" bietet dieses Video.

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In dieser Episode verwendete Quellen

(2009) Das Weihnachtslied “Astro del Ciel”, gesungen vom Chor der Kirche Santa Maria Assunta im süditalienischen Castellamare di Stabia

(2024) “Frankfurter Allgemeine Zeitung” zum Feiertag Mariä Lichtmess

(2013) Definition “milleproroghe” auf Treccani.it

Das Sprachinstitut Onli zur Geschichte des Worts “milleproroghe”

(2024) Erklärender Artikel von “Il Post” zum Decreto Milleproroghe

(2012) Website von Rechtsanwalt Nicola Canestrini zur Erklärung der italienischen Rechtsordnung

Offizielles deutsch-italienisches Glossar der Provinz Südtirol zu Rechtsbegriffen in Italien

Verfassung der Republik Italien in deutscher Fassung, nach der offiziellen Übersetzung der Provinz Südtirol (PDF)

Verfassung der Republik Italien auf Italienisch

(2013) Dudelsackspieler spielen das italienische Weihnachtslied “Tu scendi dalle stelle

(2024) Ausgabe vom 9. Dezember 2024 der Fernsehnachrichtensendung TG La7

(2024) Meldung der Nachrichtenagentur Ansa zur Einigung des italienischen Kabinetts auf auf das milleproroghe-Dekret

(2024) Pressemitteilung der italienischen Regierung zur ersten Fassung des Milleproroghe-Dekrets 2024

(2024) “Il Sole 24 Ore” zur zweiten Fassung des Decreto Milleproroghe

(2024) Originaltext des Decreto milleproroghe 2024 in der finalen Regierungsfassung

(2025) Finale Fassung des vom Parlament umgewandelten decreto milleproroghe

(2025) Gesetzgebungsverfahren zur Umwandlung des decreto milleproroghe im Senat

(2025) Gesetzgebungsverfahren zur Umwandlung des decreto milleproroghe in der Abgeordnetenkammer

(1991) Silvesteransprache des italienischen Präsidenten Francesco Cossiga

(1991) Artikel von Paolo Franchi zu Präsident Cossiga als Verkörperung der Krise der “Ersten Republik” Italiens, im “Corriere della Sera” vom 27.12.1991

(1992) Möglicher Startpunkt der “milleproroghe”-Geschichte: Das Gesetzesdekret n°1 aus dem Jahr 1992

(1992) Live-Aufführung von “Ci vuole un fisico bestiale” von Luca Carboni beim Maikonzert in Rom

(1993) Artikel von Pierluigi Franz in “La Stampa”, mit der ersten Erwähnung des Wortes milleproroghe

(1998) Aufsatz von Verfassungsrechtler Andrea Simoncini zu den Aufschub-Dekreten der 1990er Jahre und zum Urteil des Verfassungsgericht aus dem Jahr 1996 (PDF)

(1994) Hymne der Partei Forza Italia

(2025) Auswertung von “Pagella Politica” zum übermäßigen Gebrauch von Gesetzesdekreten

(2021) Untersuchung der Forscher Giampaolo Galli und Francesco Tucci für das Forschungsinstitut CPI zum Milleproroghe

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Idee, Recherche und Produktion von "Kurz gesagt: Italien" sind von Sebastian Heinrich.

Die Titelmelodie ist der Song "Italian Singing Hip Hop" von Cullah, veröffentlicht mit einer Creative-Commons-Lizenz.

Die Zwischenmelodien sind von Dominic Ward, ebenfalls mit einer Creative-Commons-Lizenz veröffentlicht.

Mottarello: Wie Italien zum Eisland geworden ist

20.11.2024, 06:00

Folge 22: Von erfinderischen Köchen, dem Militär als Eiscreme-Lieferanten – und der Rettung des “Gelato artigianale”

Speiseeis hat in Italien eine jahrhundertelange Geschichte. Sie handelt von einfallsreichen Köchen, Bäckern und Sorbetverkäufern aus Süditalien, von der revolutionären Erfindung einer Frau, vom US-Militär als Eiscreme-Großmacht.

Diese Episode erzählt diese Geschichte. Es geht darin um einen deutschen Schlager und – um das italienische Wirtschaftswunder. Es geht um faschistische Propaganda um das "gelato italiano", um einen KZ-Überlebenden, der eine der wichtigsten Eismarken Italiens gründet – und darum, wie in Neapel in den 1950er Jahren eine der heute beliebtesten Eissorten der Welt entstanden ist.

Das ist die 22. Folge von Kurz gesagt: Italien – dem Podcast, der Italien erklärt. Wort für Wort.

Passaparola – Mundpropaganda

Diesmal empfehle ich den Dokumentarfilm "Die Eismacher aus den Dolomiten", den der Bayerische Rundfunk produziert hat – und der in der ARD-Mediathek abrufbar ist. Autorin und Regisseurin ist Ursula Hochreiter.

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In dieser Episode verwendete Quellen

(1995) “Maxibon”-Werbespot mit Stefano Accorsi und Cristiana Capotodoni

Markenseite zum Mottarello-Eis, samt Zutatenliste und Nährwerten

(1961) Song “Gelati”, gesungen von Yvonne Carré

(1964) Beitrag der Kinowochenschau “Settimana Incom” zur Eröffnung einer Eisfabrik im norditalienischen Parma

(2021) Artikel der italienischen “National Geographic” zur Geschichte des Speiseeises

(2005) Buch “La cucina italiana: Storia di una cultura” von Alberto Capatti und Massimo Montanari

(2011) Buch “Ice Cream: A Global History” von Laura Weiss

(2009) Buch “Of Sugar and Snow: A History of Ice Cream Making” von Jeri Quinzio

(2022) Buch “L' incredibile storia della neve e della sua scomparsa. Dalle civiltà mesopotamiche al frigorifero, dai cocktail all'emergenza climatica” von Alberto Grandi

(2022) Maria Antonietta Epifani auf der Website des Wörterbuchs “Treccani” zu den “nivatae potiones” im Alten Rom

(2021) Deutschlandfunk Kultur zum wissenschafltichen und kulturellen Einfluss der Araber auf Europa im Mittelalter

“Spektrum der Wissenschaft” zu Kältemischungen

Eine Tarantella aus Neapel, nach dem Stil, der im 17. Jahrhundert in der Stadt verbreitet war

(1694) Kochbuch “Lo Scalco alla Moderna” von Antonio Latini, in dem das erste bis heute überlieferte Sorbetto-Rezept steht (PDF)

(geschrieben Ende 17. Jahrhundert, veröffentlich 1721) “Canzonette anacreontiche” von Lorenzo Magalotti, darunter die Canzonetta “La Sorbettiera”

(1692) Kochbuch “La Maison réglée” von Nicolas Audiger

(2015) “The Light Canvas” über das Café Procope

Neapolitanisches Lied “Santa Lucia”, komponiert im Jahr 1849 und hier gespielt von einem Mandolinentrio

(1853) Buch “Usi e costumi di Napoli e contorni descritti e dipinti” von Francesco de Bourcard (Teil I)

(1853) Buch “Usi e costumi di Napoli e contorni descritti e dipinti” von Francesco de Bourcard (Teil II)

(1835) Illustration “Il Sorbettiere ambulante” aus dem Buch “Usi e costumi di Napoli e contorni descritti e dipinti…" von Francesco De Bourcard

(1843) Patent des “Artificial freezer” von Nancy Johnson, der wohl ersten Eismaschine der Geschichte

(2022) Artikel des US-Forschungszentrums Lemelson Center u.a. über Eismaschinen-Erfinderin Nancy Johnson

(1954 Nachruf auf den mutmaßlichen Eiswafel-Erfinder Italo Marchioni in der “New York Times”

Buch “Con gusto: Die kulinarische Geschichte der Italiensehnsucht” von Dieter Richter

Artikel der Fondazione Fiera di Milano über den Erfinder der “motogelatiera”, Otello Cattabriga

(2005) Kristine Cane in “The American Mag” zur Geschichte der Gelateria Fassi in Rom

(2024) Das Gastro-Magazin “Gambero Rosso” zur Geschichte der Firma Algida

(2017) “The Smithsonian” über den Mottarello-Vorläufer “Eskimo Pie”

(1958) Werbefilm “100.000 all’ora” zur Herstellung des Mottarello-Eises von Federico Ermanno Scopinich

(2022) “Vice” über die Geschichte des industriellen Speiseeises in Italien

(2018) Sammontana-Chef Leonardo Bagnoli über die Firmengeschichte

Offizielle Firmengeschichte auf der Website von Sammontana

(2019) Podcast “La guerra dei gelati” von “Il Post”

(2008, PDF) Das “Istituto del Gelato italiano” zur Entwicklung des Speiseeiskonsums in Italien

(1982) “Carbonara” von Spliff, gespielt bei einem Live-Auftritt

(1990) Werbespot für das Cornetto von Algida

(1990) Werbespot für das Eis “Prezzemolo” von Sammontana

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Premierato: Wie Giorgia Meloni die Republik umbauen will

25.07.2024, 05:00

Folge 21: Von einer Reform, die Schluss machen soll mit “italienischen Verhältnissen” – und vielen Angst macht

In Italien sollen die Menschen bald ihren Regierungschef direkt wählen – zumindest, wenn es nach Ministerpräsidentin Giorgia Meloni geht. Es ist der Kernpunkt der Premierato-Reform, mit dem die rechte Politikerin wichtige Grundregeln der Republik Italien umschreiben lassen will. Seit über einem Jahr streiten Menschen in Italien über Melonis Verfassungsreform, seit Monaten berichten internationale Medien darüber. Was will Meloni mit dieser Reform ändern? Welche Argumente hat sie dafür? Und warum sehen viele ihrer Gegner darin einen Angriff auf die Demokratie?

Diese Episode beantwortet die wichtigsten Fragen zu Melonis Plänen für die Zukunft der italienischen Republik. Sie handelt von feierlichen Ritualen auf einem der Hügel Roms, von zwei mächtigen Männern, die sich an Italiens Regierungssystem die Zähne ausgebissen haben. Und davon, warum viele Menschen in Italien ihre Verfassung – trotz allem – für die schönste der Welt halten.

Das ist die 21. Folge von Kurz gesagt: Italien – dem Podcast, der Italien erklärt. Wort für Wort.

Zu Gast ist diesmal Francesco Palermo, Professor für Verfassungsrecht an der Universität Verona.

Passaparola – Mundpropaganda

Im “Passaparola” empfehle ich diesmal den Beitrag “Politiker im Fernsehstudio” über Wahlkampf im Italien des Jahres 1964

Über diesen Podcast

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In dieser Episode verwendete Quellen

Sängerin Iva Zanicchi bei der Gesprächsrunde zum Premierato in der italienischen Abgeordnetenkammer

(2024) Die Nachrichtenagentur ANSA über die Veranstaltung “Dialogo sul Premierato”

(2024) Mitteilung der italienischen Abgeordnetenkammer zur Veranstaltung “Dialogo sul Premierato”

(2024) Aufzeichnung der Veranstaltung “Dialogo sul Premierato”

Definition von “Premierato” im Wörterbuch Treccani

(1993) Vermutlich früheste Verwendung von “Premierato”: Artikel “Ma io non credo al Super Premier” von Giovanni Sartori im “Corriere della Sera”

(1971) Erster Artikel von “Die Zeit” mit dem Ausdruck “italienische Verhältnisse” mit der heute gängigen Bedeutung

(1971) Erster Artikel des “Spiegel” mit dem Ausdruck “italienische Verhältnisse” mit der heute gängigen Bedeutung

(2021) Buch “Il sistema politico italiano – Un paese e le sue crisi” von Carlo Guarnieri

(2020) Buch “Il sistema politico italiano” von Maurizio Cotta und Luca Verzichelli

Offizielle deutsche Version der italienischen Verfassung, auf dem amtlichen Portal der Provinz Südtirol

(2009) Zusammenschnitt von Fernsehnachrichten zu den “consultazioni al quirinale” im Frühjahr 2008

(2022) Ausgabe der Fernsehnachrichten des Privatsenders LA7 zum Ende der Regierung Draghi

(2023) Nachrichtenportal “Il Post” zum Beschluss der Premierato-Reform durch die Regierung Meloni

(2024) Gesetzentwurf zur Premierato-Reform, im Juni 2024 in erster Abstimmung verabschiedet

(2024) Schriftliche Fassung der Rede von Ministerpräsidentin Giorgia Meloni bei der Veranstaltung “Dialogo sul premierato”, mit ihren Argumenten für die Reform

(2024) Interview der Zeitung “Il Fatto Quotidiano” mit Luca Zaia, Regionalpräsident von Venetien, unter anderem zum Premierato

(2024) Interview der Wirtschaftszeitung “Il Sole 24 Ore” mit dem Präsidenten des italienischen Verfassungsgerichtshofs, Augusto Barbera

(1946) Beitrag der Kinowochenschau “Settimana Incom” zur Beginn der verfassunggebenden Versammlung

(2012) Auszug aus der Fernsehsendung “La più bella del mondo” über die italienische Verfassung, von Roberto Benigni

(2023) Analyse “Die Reform der Verfassung in Italien” von Sofia Ventura und Marco Valbruzzi, für die Friedrich-Ebert-Stiftung

(2024) Analyse von “Pagella Politica”, derzufolge auch im Premierato sogenannte “Ribaltoni”-Regierungswechsel möglich wären

(2013) “Il Post” über die – auch dank einer Mehrheitsprämie –entstandene Regierung Prodi

(2024) Elly Schlein bei SkyTG24 zur Premierato-Verfassungsreform

(2020) Marc Zollingers Porträt von Liliana Segre in der “Neuen Zürcher Zeitung”

(2024) Die Nachrichtenagentur ANSA über die Kritik von Liliana Segre an der Premierato-Reform

(2024) Video der Rede von Liliana Segre zur Premierato-Reform im Senat

(2024) Aufruf von 180 italienischen Verfassungsrichtern gegen das Premierato

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Idee, Recherche und Produktion von "Kurz gesagt: Italien" sind von Sebastian Heinrich.

Die Titelmelodie ist der Song "Italian Singing Hip Hop" von Cullah, veröffentlicht mit einer Creative-Commons-Lizenz.

Die Zwischenmelodien sind von Dominic Ward, ebenfalls mit einer Creative-Commons-Lizenz veröffentlicht.