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TACO-Moment im Iran: Trump sucht den Ausstieg aus dem Krieg
26.03.2026, 17:22
Der US-Präsident versucht, den gesichtswahrenden Ausstieg aus dem Krieg im Iran rhetorisch einzuleiten. Vier Wochen nach Kriegsbeginn spricht Donald Trump davon, dass eine Verhandlungslösung nah sei. Getrieben vom Druck der Finanzmärkte und steigender Ungeduld in seiner Anhängerschaft möchte er ein Ende des Krieges – ohne eine Exitstrategie zu haben. „Trump always chickens out“ – so heißt Trumps Rückzug wegen des Drucks der Märkte. Im Podcast analysieren die Hosts, ob dies gelingen kann.
„Gesichtswahrung ist hier kein exklusives US-amerikanisches Thema“, warnt Co-Host Christian Lammert, Professor für die politischen Systeme Nordamerikas.„Auch in Teheran braucht man ein Narrativ, um Zugeständnisse erklären zu können – und die Frage ist, ob diese Trump-Politik das überhaupt zulässt.“ Trump habe mit seiner Strategie, erst maximalen Druck aufzubauen und dann in den Deal einlenken zu wollen, den Ball in Richtung der iranischen Führung gespielt, sagt Co-Host Nicole Bastian. Damit habe er sich von ihr abhängig gemacht.
Moderiert von Nicole Bastian und Christian Lammert Produziert von René Gorny und Lukas Teppler
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Trumps Irankrieg: Risiko für US-Wirtschaft, Unmut im Maga-Lager – mit Gabriel Felbermayr und Annett Meiritz
19.03.2026, 16:57
Nach drei Wochen Krieg im Iran steigt die Nervosität in der Trump-Regierung. Das zeigt sich im Umgang mit den Nato-Partnern und den heimischen Medien. In dieser Trump-Watch-Folge analysiert Host Nicole Bastian mit ihren Gästen die Kosten des Kriegs im Iran – politisch wie wirtschaftlich.
Gabriel Felbermayr, Direktor des Österreichischen Instituts für Wirtschaftsforschung in Wien, geht davon aus, dass die Ölpreise selbst bei einem Ende des Kriegs im Iran noch eine ganze Weile hoch bleiben und die US-Wirtschaft belasten dürften. Die Infrastruktur sei beschädigt und die Verunsicherung bleibe auch nach einem Waffenstillstand. „Wenn der US-Präsident für einen Wahlerfolg im Herbst sorgen will, dann müsste er schleunigst beginnen, eine Lösung zu finden, wie er aus dem Schlamassel, in dem er steckt, wieder herauskommt.“
Handelsblatt-Korrespondentin Annett Meiritz nimmt eine hohe Nervosität im Trump-Team wahr – höher als bei den Epstein-Files. Sie spricht im Podcast über die wachsende Kritik im Maga-Lager.
Moderiert von Nicole Bastian
Produziert von René Gorny & Lukas Teppler
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Ein Jahr Trump-Watch: Was vom Project 2025 bereits umgesetzt ist / Ein Vietnam-Moment im Irankrieg
12.03.2026, 15:32
Zum einjährigen Geburtstag des Podcasts schauen die Trump-Watch-Hosts darauf, welche Ziele des Project 2025 sich bereits realisiert haben - und bei welchen die Trump-Regierung in diesem Jahr Druck machen dürfte. Sie besprechen unter anderem die Energiepolitik und Notenbankpolitik der Regierung, ihre Immigrationspolitik sowie den Ab- und Umbau der öffentlichen Verwaltung.
„Es sind weniger spektakuläre Schließungsakte, sondern so eine Slow-Motion-Sabotage, eine schleichende Schwächung der Verwaltung, die aber am Ende ähnliche Effekte hat wie eine formelle Abschaffung", sagt Christian Lammert, Professor für die politischen Systeme Nordamerikas an der FU Berlin.
Außerdem reflektiert Host Nicole Bastian mit Christoph Herwartz, der die Auslandsberichterstattung beim Handelsblatt koordiniert, die jüngsten Entwicklungen im Iran. Der versehentliche Abschuss einer Mädchenschule im Iran, der nach ersten Untersuchungen auf die US-Armee zurückgeht, könnte „ein ganz entscheidender Moment sein", sagt Herwartz. Sie könnte den Krieg noch unpopulärer machen. Und dabei sind die US-Bürger jetzt schon skeptisch: „Der Krieg ist unpopulärer, als die ganzen anderen Kriege der Amerikaner in den ersten Kriegswochen waren, wenn man sich historische Umfrage-Daten anschaut."
Lesetipp: Interview mit Herfried Münkler: „Trump droht im Iran auf ganzer Linie zu scheitern"
Als Test erscheint diese Folge erstmals auf Youtube und Spotify als Video-Podcast. Wir freuen uns auf Euer Feedback dazu in den Spotify-Kommentaren oder per Mail an: trump-watch@handelsblatt.com
Moderation: Nicole Bastian, Christian Lammert Produktion: René Gorny, Florian Pape
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Kriegspräsident Trump: Die Normenbrüche des Iran-Angriffs und die Gefahr der Eskalation im Nahen Osten
05.03.2026, 15:51
Donald Trump geht mit hohem Risiko in einen zumindest wochenlangen Krieg im Iran. Was treibt ihn wirklich? Was sind die außenpolitischen Gefahren, was die innenpolitischen Risiken? Was hat er zu gewinnen? Und wer kann ihn noch kontrollieren? Die Hosts Nicole Bastian und Christian Lammert gehen gemeinsam mit den Außenpolitikexperten Sascha Lohmann und Tyson Barker auf Spurensuche.
Beide sehen eine hohe Eskalationsgefahr für den Kriegspräsidenten Trump. „Der Klausowitsche letzte Schritt ist in dem Sinne nicht da, aber auch die ganzen Zwischenschritte scheinen nicht da zu sein. Und deswegen ist es eine sehr volatile Situation, die noch zu sehr bösen Überraschungen führen kann“, sagt Sascha Lohmann, US-Experte bei der Stiftung Wissenschaft und Politik. Trump habe sich in einen Zwei-Fronten-Krieg begeben, der ihm gefährlich werden könnte: Iran und die Epstein-Files.
Tyson Barker, früher selbst im State Department und heute bei der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik, sieht die „maximalistische Tendenz“ Trumps, die zuvor etwa bei der Freisprechung der Gefangenen vom 6. Januar etwa gezeigt habe, jetzt auch in der Außenpolitik. Dabei habe ihn die Gefangennahme von Nicolás Maduro in Venezuela in eine Euphorie versetzt, die ihn zu dem Krieg im Iran getrieben habe.
Kongress und Supreme Court könnten Trump nicht mehr zügeln, vermutlich auch nicht seine MAGA-Basis – es bleiben lediglich die Auswirkungen auf Wirtschaft und Finanzmarkt, die diese Funktion noch übernehmen könnten.
Lesetipp: Interview mit General Sauer zum US-Waffenarsenal
Hörtipp: Today-Folge mit Cathyn Clüwer Ashbrook zu den politischen Folgen des Paramount Deals
Moderiert von Nicole Bastian und Christian Lammert. Produziert von Christian Heinemann
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Was nun, Zoll-Präsident Trump? Ein Wegweiser durch das Handelschaos
26.02.2026, 15:22
Nachdem der Oberste Gerichtshof alle Zölle gekippt hat, die Donald Trump auf Grundlage des Wirtschaftsnotstandsgesetzes (IEEPA) verhängt hatte, versucht der US-Präsident, das Chaos kleinzureden. Ein neuer Basiszollsatz von zehn Prozent gilt seit Dienstag weltweit für 150 Tage. An weiteren Ersatzzöllen arbeitet die Regierung. Hat Zollpräsident Trump durch das Urteil einen großen Teil seiner Handlungsmacht verloren?
In der Podcast-Folge klären die Hosts Nicole Bastian und Christian Lammert mit Melanie Vogelbach, die bei der Deutschen Industrie- und Handelskammer (DIHK) den Bereich Internationale Wirtschaftspolitik und Außenwirtschaftsrecht leitet, welche Zölle welche Erfolgsaussichten haben und was jetzt die kritischsten Punkte sind. Die Unsicherheit dämpft die von Trump erhofften Investitionen in den USA. „Heute zehn Prozent, morgen 15 Prozent, dann vielleicht noch wieder irgendwas anderes. Unter solchen Umständen ist es wahnsinnig schwierig, Investitionen zu tätigen“, sagt Vogelbach.
Moderiert von Nicole Bastian und Christian Lammert
Produziert von Christian Heinemann
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