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Glück oder Insiderhandel? Verdächtige Kriegswetten auf Polymarket und Co. / Aleph Alpha und Cohere sprechen über Fusion
10.04.2026, 15:21
Die Welt blickt zum Ende der Woche nach Islamabad: Nach der angekündigten zweiwöchigen Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran soll die pakistanische Hauptstadt zum Zentrum der Diplomatie werden. In Kürze sollen dort die Gespräche über eine Friedenslösung beginnen. Gleichzeitig ist die vereinbarte Feuerpause äußerst brüchig und viele wichtige Fragen sind im Moment noch völlig offen.
Die aktuelle Situation scheint wie gemacht für das Geschäftsmodell der sogenannten Prognosemärkte wie Polymarket oder Kalshi. Dort können Nutzer jetzt schon darauf wetten, wie die Gespräche laufen werden. Zum Beispiel, ob der Iran sein angereichertes Uran abgeben wird oder ob US-Präsident Donald Trump es akzeptieren wird, sollte der Iran in der Straße von Hormus Mautgebühren erheben. Das Geschäft mit den Kriegswetten läuft derzeit bestens – wirft aber auch die Frage auf, inwieweit in manchen Fällen Insiderhandel im Spiel ist. US-Korrespondentin Antonia Mannweiler spricht mit Handelsblatt-Redakteurin Aileen Bunte über Regulierungslücken und das Ringen um Zuständigkeiten zwischen einzelnen Behörden in den USA.
Zum Artikel: So überfordert ist die US-Aufsicht bei Finanzwetten
Außerdem: Handelsblatt-Hauptstadtkorrespondentin Josefine Fokuhl spricht über eine mögliche neue KI-Allianz zwischen Deutschland und Kanada, die sich gerade anbahnt. Nach Informationen des Handelsblatts verhandeln die KI-Firmen Aleph Alpha und Cohere über einen Zusammenschluss.
Zum Artikel: Allianz mit Kanada – Aleph Alpha und Cohere sprechen über Fusion
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Öl und Gas: Kommt die wahre Krise erst noch? / „Zu gefährlich“ – Warum Anthropic sein neues KI-Modell zurückhält
09.04.2026, 15:36
Kaum wurde die Waffenruhe zwischen dem Iran und den USA verkündet, da bröckelt sie schon wieder. Trotzdem hielt sich der Ölpreis am Donnerstag unter der Marke von 100 US-Dollar, unter die er am Mittwoch gefallen war. Dennoch warnt Fatih Birol, der Chef der Internationalen Energieagentur, vor einem „schwarzen April“ – denn die Effekte von Knappheiten wirkten oft stark zeitverzögert. Handelsblatt-Rohstoffexpertin Judith Henke erklärt, warum die wahre Energiekrise noch bevorstehen könnte.
„Zu gefährlich für die Öffentlichkeit“ – das sagt das KI-Start-up Anthropic über sein neues Modell „Mythos“. Es kann offenbar eigenständig Sicherheitslücken in IT-Systemen aufspüren – und zwar in einem Ausmaß, das selbst Experten überrascht. Was bedeutet das für die digitale Sicherheit? Und welchen Einfluss könnte das Modell auf die Bewertung von Anthropic haben, zumal das Unternehmen noch in diesem Jahr einen Börsengang anvisiert? Diese Fragen beantwortet Christof Kerkmann aus dem Handelsblatt-Tech-Team.
Zum Artikel: Anthropic hält neues Modell wegen Sicherheitsbedenken vorerst zurück
Moderiert von Tami Holderried
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Feuerpause im Iran-Krieg: Kommt die Börsen-Euphorie zu früh? / SpaceX: Elon Musks Firma setzt bei IPO auf Kleinanleger
08.04.2026, 15:40
Die USA und der Iran haben sich kurz vor Ablauf eines von US-Präsident Donald Trump gesetzten Ultimatums auf eine Waffenruhe geeinigt. Zuvor hatte Trump dem Iran auf Social Media mit der Auslöschung „einer ganzen Zivilisation“ und der Zerstörung aller Kraftwerke und Brücken im Land gedroht. Nach der Verkündung der Waffenruhe, die für zwei Wochen gelten soll, schrieb Trump auf seiner Plattform Truth Social von einem „großen Tag für den Weltfrieden“.
Doch die Vereinbarung zwischen den Kriegsparteien wirkt noch äußerst brüchig: Die Vereinigten Arabischen Emirate und Kuwait meldeten am Mittwoch iranische Angriffe. Der Iran wiederum meldete Explosionen an einer Raffinerie auf der Insel Lawan am Persischen Golf. Und das israelische Militär will den Kampf gegen die Terrororganisation Hisbollah im Libanon fortsetzen, obwohl die Waffenruhe laut dem pakistanischen Premierminister und Vermittler Shehbaz Sharif auch für den Libanon gelten soll.
Hinzu kommt, dass der Iran zwar der Öffnung der Straße von Hormus zugestimmt hat, aber bisher nicht klar ist, unter welchen Bedingungen das möglich sein soll. Und in einem Zehn-Punkte-Plan, den Vertreter aus Teheran der US-Regierung in Washington als Vorschlag für ein dauerhaftes Kriegsende übermittelt haben sollen, finden sich einige Forderungen, die aus der Sicht der USA und Israels inakzeptabel sein dürften.
Was ist also von den Gesprächen zwischen den USA und dem Iran zu erwarten, die Ende der Woche in Pakistan starten sollen? Über diese und weitere Fragen spricht Nahost-Experte David Jalilvand im Podcast.
Newsblog: Trump schließt weitere Uran-Anreicherung im Iran aus
Außerdem: Thomas Jahn, Co-Leiter des Tech-Teams beim Handelsblatt, spricht über die neuesten Entwicklungen rund um den geplanten Rekordbörsengang von Elon Musks Raumfahrtunternehmen SpaceX.
Zum Artikel: Musk vor größtem Börsengang der Geschichte
Moderiert von Anis Micijevic
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Samsung macht Rekordgewinn mit Chips – doch Iran-Krieg gefährdet Lieferkette / Europas Gasversorgung unter Druck
07.04.2026, 15:38
Der südkoreanische Elektronikkonzern Samsung rechnet mit einem deutlich höheren Gewinn als erwartet. Der Konzern schätzt seinen Betriebsgewinn für die ersten drei Monate des Jahres auf 57,2 Billionen Won (32,8 Milliarden Euro). Das ist rund neunmal so viel wie vor einem Jahr und zweieinhalbmal so viel wie beim bisherigen Quartalsrekord Ende 2025.
Hauptgrund für den Gewinnanstieg sind Speicherchips für Anwendungen der Künstlichen Intelligenz (KI). Samsung und andere Anbieter wie der südkoreanische Rivale SK Hynix können die hohe Nachfrage trotz steigender Produktion nicht vollständig bedienen.
Der Iran-Krieg stellt jedoch einen erheblichen Unsicherheitsfaktor dar, den viele Analysten bislang offenbar nicht in ihre Kalkulationen einbezogen hatten: Es drohen Versorgungsengpässe bei Helium. Das Edelgas ist in der modernen Chipfertigung als Kühlmittel, Schutz- und Trägergas in der Fotolithografie nicht zu ersetzen. Und die südkoreanischen Chiphersteller beziehen etwa zwei Drittel ihres Heliumbedarfs aus der Golfregion. Alle Hintergründe erklärt Handelsblatt-Ostasien-Korrespondent Martin Kölling.
Zum Artikel: KI-Boom sorgt für Rekordgewinn bei Samsung, doch ein Edelgas wird zum Risiko
Der Iran-Krieg setzt auch die europäische Energieversorgung unter Druck. Insbesondere bei der Gasversorgung spitzt sich die Lage zu. Wichtige Anlagen im Nahen Osten sind zerstört, Russland bekommt eine bessere Verhandlungsposition. Welche alternativen Lieferanten es gibt, zum Beispiel aus Afrika, und was Europa bevorsteht, ordnet Handelsblatt-Energiereporterin Catiana Krapp ein.
Moderiert von Nele Dohmen
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Tiktok, Meta & Co. droht Klagewelle: Sucht als Geschäftsmodell / KI-gesteuerte Fonds: Besser als MSCI-World?
02.04.2026, 15:38
Tech-Riesen wie Meta und Google stehen gerade stark unter Druck. Zuletzt haben mehrere Gerichte in den USA entschieden, dass die Firmen in einzelnen Fällen Schadenersatz bezahlen müssen – weil ihre Plattformen süchtig machen. Interne Dokumente legen nahe, dass die Konzerne die Risiken ihrer Plattformen, besonders für Kinder und Jugendliche, seit Jahren kennen. Und ihre Produkte trotzdem nicht verändert haben.
Welche Auswirkungen das auf die Geschäftsmodelle und Aktienkurse der Techfirmen haben könnte, das ordnet Handelsblatt-Reporter Thomas Jahn in dieser Folge ein.
Wie Tech-Konzerne Sucht als Geschäftsmodell etablieren
Außerdem: Fonds und ETFs setzen immer häufiger auf KI und maschinelles Lernen, um mehr Rendite als der Markt zu erzielen. Wie aussichtsreich diese neuen Quant-Fonds sind und welche Risiken es dabei gibt, erklärt Handelsblatt-Experte Martin Müller.
Moderiert von Tami Holderried Produziert von Maximilian Rex
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