Handelsblatt Economic Challenges - Podcast über Wirtschaft, Konjunktur, Geopolitik und Welthandel

Handelsblatt Economic Challenges - Podcast über Wirtschaft, Konjunktur, Geopolitik und Welthandel

Von Professor Michael Hüther und Professor Bert Rürup, Handelsblatt
Von Professor Michael Hüther und Professor Bert Rürup, Handelsblatt Sprache: german
Im Podcast Handelsblatt Economic Challenges diskutieren Professor Bert Rürup, der Chefökonom des Handelsblatts, und Prof. Michael Hüther, Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft, aktuelle nationale wie globale wirtschaftliche Probleme sowie die politischen Optionen und deren Folgen. Handelsblatt Economic Challenges finden Sie auf allen relevanten Podcast-Plattformen - und natürlich auf der Handelsblatt-Website.  Jetzt reinhören: Jeden Freitag Bert Rürup, Handelsblatt-Chefökonom, im Gespräch mit Michael Hüther, dem Direktor des Instituts der Deutschen Wirtschaft Logo-Design: Henrik Balzer, Michel Becker

Alle Episoden

Bezahlen die USA den Irankrieg mit ihrer Währungsmacht?

10.04.2026, 01:00

In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch haben die USA und der Iran zunächst einen Waffenstillstand vereinbart – oder, wie Donald Trump es nennt, „einen zweiwöchigen Aufschub seines Ultimatums der totalen Vernichtung des Irans“. Diese „Trumpsche Kraftmeierei“, sagt Bert Rürup, der Chefökonom des Handelsblatts, werde langfristig zu einer Schwächung der USA und des Dollars führen. Warum er glaubt, dass die EU und der Euro zu den Gewinnern gehören könnten, hören Sie in dieser Folge.

Dagegen hält Michael Hüther, Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft, diese Sicht für zu optimistisch. Er argumentiert, der Aufstieg populistischer Kräfte in Ländern wie Frankreich und Ungarn gefährde die Handlungsfähigkeit der EU. Im Podcast diskutieren die beiden Ökonomen die anstehenden Wahlen in Ungarn und wie China durch eine Umschichtung seiner Dollarreserven die geopolitische Stellung Washingtons untergraben könnte.


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Krankenkassen unter Druck – was die neuen Reformpläne bringen könnten

03.04.2026, 01:00

Die gesetzliche Krankenversicherung steht finanziell massiv unter Druck. Deswegen hat die Finanzkommission 66 Maßnahmen vorgelegt, mit denen bis zu 64 Milliarden Euro eingespart werden könnten – allerdings ohne Priorisierung. Das zentrale Problem, so Bert Rürup, der Chefökonom des Handelsblatt: „keine der 66 Maßnahmen würde von allen Playern gleichzeitig angenommen“.

Im Gespräch erklären Rürup und Michael Hüther, Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft, warum die Kosten seit Jahren stärker steigen als die Einnahmen. Haupttreiber sind medizinischer Fortschritt, fehlender Wettbewerb und Fehlanreize im System. Deutschland leiste sich zu viele Krankenhausbetten und Behandlungen, ohne das die Bevölkerung gesünder werde.

Hüther betont: Das Problem liegt nicht bei den Einnahmen, sondern bei den Ausgaben. Gleichzeitig wächst der Reformdruck, weil steigende Beiträge für viele Haushalte kaum noch tragbar sind. Doch ausgerechnet ein zentraler Hebel bleibt blockiert: die Krankenhausstruktur. „Es ist faktisch unmöglich, ein städtisches Krankenhaus zu schließen“, sagt Rürup.

Rürup und Hüther diskutieren deshalb, welche Reformen trotzdem möglich sind – von weniger Fehlanreizen über mehr Wettbewerb bis hin zu strukturellen Änderungen im System.



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Krieg, Ölpreise, Reformdruck: Droht Deutschland noch eine Rezession?

27.03.2026, 02:00

Der Iran-Krieg bringt neue Unsicherheit in die ohnehin fragile deutsche Wirtschaft. Steigende Ölpreise, gestörte Lieferketten und geopolitische Risiken könnten die gerade erst begonnene Erholung schnell wieder abwürgen.

Michael Hüther, Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft, skizziert im Gespräch mit Handelsblatt-Chefredakteur Sebastian Matthes drei Szenarien – von einem kurzen Schock bis hin zu einer langen Rezession mit höherer Inflation. „Wenn der Krieg ins nächste Jahr hineingeht, dann sind wir zurück in der Rezessionswelt“, warnt Hüther.

Woher kann also Wachstum kommen? Darüber entfacht gerade eine Reformdebatte im Bundestag. Höhere Mehrwertsteuer, Änderungen bei der Krankenversicherung, neue Rentenmodelle: Vieles wird diskutiert, doch aus Hüthers Sicht fehlt der Fokus. Das zentrale Problem sei die schwache Investitionstätigkeit. Im Gespräch gehen Matthes und Hüther die wichtigsten Reformideen durch und ordnen ein, was davon wirklich helfen könnte.


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Preisschock bei Energie: Welche Maßnahmen helfen?

20.03.2026, 02:00

Der Iran-Krieg sorgt weiterhin für Unruhe an den Energiemärkten. Die Sperrung der Straße von Hormus treibt die Energiepreise nach oben und erhöht die Unsicherheit für Wirtschaft und Politik. Besonders Deutschland ist betroffen, weil es stark von den Energieimporten abhängig ist.

Handelsblatt-Chefökonom Bert Rürup und Michael Hüther, Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft diskutieren in dieser Folge Economic Challenges über den aktuellen Gesetzentwurf der Bundesregierung. Künftig sollen Tankstellen ihre Preise nur noch einmal pro Tag – jeweils um zwölf Uhr – erhöhen dürfen, während Preissenkungen weiterhin jederzeit möglich bleiben.

Hüther sieht solche Eingriffe jedoch kritisch. Steigende Preise seien ein Signal für Knappheit und zwängen dazu, den Verbrauch anzupassen und Alternativen zu suchen. Besonders skeptisch blickt er auf die geopolitische Lage: „Ich habe den Eindruck, die sind weder konzeptionell noch im Doing auf das vorbereitet, auf was sie sich eingelassen haben“, sagt Hüther über die Trump-Regierung im Podcast. Deshalb werde die Unsicherheit an den Energiemärkten voraussichtlich anhalten. Langfristig könne jedoch der Ausbau der erneuerbaren Energien zur Stabilisierung der Energiepreise beitragen.


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Der Sachverständigenrat in der Krise – Braucht Deutschland ein neues Modell der Politikberatung?

13.03.2026, 02:00

Die öffentlichen Konflikte im Sachverständigenrat haben eine Debatte über die Zukunft des wichtigsten wirtschaftspolitischen Beratungsgremiums in Deutschland ausgelöst. In dieser Folge von Economic Challenges diskutieren Handelsblatt-Chefökonom Bert Rürup und Jörg Rocholl, Präsident der internationalen Wirtschaftshochschule ESMT Berlin, über die Rolle und mögliche Reformen des Rates.

Im Zentrum der Diskussion steht eine grundlegende Frage: Soll der Sachverständigenrat vor allem die Öffentlichkeit über wirtschaftspolitische Zusammenhänge aufklären – oder die Bundesregierung stärker direkt beraten? Rocholl verweist auf das amerikanische Modell des Council of Economic Advisers, dessen Mitglieder eng mit dem Präsidenten zusammenarbeiten und wirtschaftspolitische Entscheidungen intern vorbereiten.

Rürup erinnert daran, dass der Rat historisch vor allem der öffentlichen Aufklärung dienen sollte. Zugleich sieht er die Institution heute unter Druck. „Leider ist der Rat gegenwärtig dabei, sich ein bisschen zu zerlegen“, sagt Rürup mit Blick auf die anhaltenden Konflikte im Gremium.

Vor dem Hintergrund schwachen Wachstums und struktureller Herausforderungen sei ökonomischer Sachverstand jedoch wichtiger denn je. Rürup verweist auf die schwierige Lage der deutschen Wirtschaft: „Das deutsche Geschäftsmodell des exportorientierten Wachstums ist zerstört worden.“ Gerade deshalb, so die gemeinsame Einschätzung, braucht die Politik verlässliche und wirksame wirtschaftswissenschaftliche Beratung.


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