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Bis zu 72 Prozent – Die fragwürdigen Gold-Rabatte der TGI
05.04.2026, 01:00
Der Goldhändler Helmut Kaltenegger verkauft Gold zu Kampfpreisen. Rabatte von bis zu 72 Prozent verspricht seine Liechtensteiner Firma TGI AG, wenn sich der Kunde bereit erklärt, drei Jahre auf die Auslieferung zu warten. Sein Motto: „Geht nicht, gibt’s nicht.“ Angeblich haben bereits 40.000 Menschen zugeschlagen. Rund 80 Millionen Euro an Rabatten will die TGI schon ausgeschüttet haben.
Die Zeiten sind gut für Goldhändler. Das Edelmetall gilt als sicherer Hafen – vor allem in Krisen. Das zeigt sich aktuell wieder: Der Goldpreis ist innerhalb eines Jahres um rund 50 Prozent gestiegen. Das zieht viele Menschen an, die sich fragen, ob sie davon profitieren können. Und genau diese Menschen sind oft empfänglich für Angebote, die besonders lukrativ klingen.
Aber kann das wahr sein? Hat Kaltenegger ein Geschäftsmodell entdeckt, das vor ihm niemand gesehen hat? In dieser Folge Handelsblatt Crime geht es um die auffällig hohen Rabatte der TGI, den schillernden Hintermann und eine alarmierte Finanzaufsicht in Deutschland. Host Solveig Gode spricht mit Judith Henke, die im Team Geldanlage & Märkte über Rohstoffe berichtet, und Lars-Marten Nagel aus dem Investigativ-Team über die hohen Gold-Rabatte und was dahinterstecken könnte.
Mehr über den Fall erfahren Sie auch in folgenden Artikeln:
TGI verkauft Gold zum Spottpreis – und Oliver Pocher wirbt dafür
Finanzaufsicht geht Hinweisen zu TGI-Geschäft in Deutschland nach
Link zum PIM-Podcast:
Wie drei Tonnen Gold verschwanden – der PIM-Gold-Skandal
Handelsblatt Crime geht wieder live!
Im Juni bringen wir „Das Protokoll des Untergangs“ in Hamburg, Köln und Frankfurt erneut auf die Bühne. Unsere Insider nehmen Sie mit in die letzten 48 Stunden vor dem Zusammenbruch von Wirecard – und zeigen, was wirklich hinter den Kulissen passiert ist.
Ungeschönt. Unverfremdet.
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Blaulicht bei Tesla – wie eine Betriebsratswahl zur Schlammschlacht wurde
22.03.2026, 02:00
Blaulicht, beschlagnahmter Laptop, Vorwurf einer heimlichen Aufnahme – und mittendrin Unternehmenschef Elon Musk. Bei Tesla in Grünheide eskaliert ein Machtkampf, der die Grenzen des deutschen Arbeitsrechts austestet. Eigentlich wollte die IG Metall bei der Betriebsratswahl ihren Einfluss ausbauen. Die von Betriebsratschefin Michaela Schmitz angeführte Liste, die viele Beschäftigte als managementnah beschreiben, beschimpfte die Gewerkschafter als Störfaktor. Auf einer Betriebsfeier tauchte dann plötzlich Rapper Kool Savas auf – mitten in einem Arbeitskampf.
Der Konflikt eskalierte weiter: Weil ein Gewerkschafter eine Sitzung heimlich aufgenommen haben soll, rief Tesla die Polizei. Die IG Metall bestreitet das und spricht von einer Schmutzkampagne. Wenige Tage vor der Wahl meldete sich Musk. Er warnte, die Fabrik werde nicht erweitert, sollte die Gewerkschaft gewinnen. Die Mitarbeiter stimmten in seinem Sinne.
In dieser Folge von Handelsblatt Crime sprechen Host Ina Karabasz und Investigativchef Sönke Iwersen über einen Konflikt, der weit über Grünheide hinausgeht: Wie viel Einfluss darf ein Management auf eine Betriebsratswahl nehmen? Und was passiert, wenn amerikanische Unternehmenskultur auf deutsche Mitbestimmung trifft?
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Jens Lehmann: Vom WM-Helden zum vorbestraften Dauergast bei Gericht
08.03.2026, 02:00
Jens Lehmann schrieb als Nationaltorwart bei der Fußball-WM 2006 im Elfmeterschießen gegen Argentinien Geschichte. Doch nach seiner Karriere begann ein Abstieg abseits des Platzes. Immer wieder sorgte „Mad Jens“ mit aggressiven Ausbrüchen, bizarren Aktionen und juristischen Auseinandersetzungen für Schlagzeilen. Von Verkehrsdelikten über Streitigkeiten um Geld bis hin zum spektakulären Kettensägen-Angriff auf die Garage eines Nachbarn am Starnberger See: Lehmann ist Dauergast vor Gericht.
In dieser Folge von Handelsblatt Crime spricht Host Solveig Gode mit den Investigativ-Reportern René Bender und Volker Votsmeier über ihre Recherchen zu Lehmann. Sie erzählen, wie sie auf Akten der Steuerfahndung stießen, welche Rolle dubiose Wohnsitzkonstruktionen und sogenannte „weiße Einkünfte“ spielten – und warum Lehmanns öffentliche Behauptung, er habe niemals Steuern hinterzogen, nicht stimmt.
Denn was bisher nicht bekannt war: Lehmann ist nicht nur wegen versuchten Betrugs und Sachbeschädigung vorbestraft, sondern auch wegen Steuerhinterziehung. Eine Geschichte über Ruhm, Geld und einen Mann, der sich offenbar nur schwer an Regeln halten kann.
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Die Millionen-Pleite der Degag: Jetzt spricht der letzte Vorstand
22.02.2026, 02:00
Vor einem Jahr kollabierte die Immobiliengruppe Degag aus Hannover. Der Schaden könnte im dreistelligen Millionenbereich liegen. Den 4500 Privatanleger droht der Totalverlust. Der letzte Vorstand der Degag, Bernd Klein, macht nun etwas, das Vorstände in vergleichbaren Situationen vermeiden. Er bekennt sich zu seiner Verantwortung und hat exklusiv mit Handelsblatt Crime über die Geschäfte und die Pleite der Degag gesprochen.
Nachdem Host Ina Karabasz und Investigativ-Reporter Lars-Marten Nagel in der vergangenen Folge skizziert haben, wie es zu dem Skandal kommen konnte, steht diesmal das Interview mit Bernd Klein im Mittelpunkt der Folge.
Kleins Aussagen haben es in sich. Der Degag-Gründer und Berater Birger Dehne habe die Gruppe aus dem Hintergrund gesteuert, die offiziellen Vorstände hätten nicht über die Millionen Euro der Anleger gar nicht frei verfügen können. Die Gelder seien von einem Buchhalter Dehnes aus der Schweiz verwaltet worden. Auch die Immobiliengeschäfte habe Dehne eingefädelt.
Ein Anwalt von Dehne wies die Angaben zurück. Unversöhnlich stehen sich die früheren Partner gegenüber. Unbestritten ist nur: Viele Dinge liefen hinter den Kulissen anders als in anderen Unternehmen. So flossen in den Monaten vor der Insolvenz noch Millionen durch ungewöhnliche Deals in Richtung des Degag-Gründers Dehne.
Bernd Klein sagt: „Ich sehe eine Verantwortung darin, die Dinge aufzuklären. Jeder, mich kennt, weiß auch, dass ich dazu stehe. Ich kann mir viele schönere Momente vorstellen. Es ist auch für mich persönlich nicht einfach.“
Zum Artikel: Verdächtige Deals – Die Geschäfte von Birger Dehne mit Degag
Hier geht es zur Crime-Live-Veranstaltung.
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Die Millionen-Pleite der Degag wird zum nächsten Krimi am Immobilienmarkt
08.02.2026, 02:00
Das Geschäftsmodell der Degag-Gruppe aus Hannover schien einfach: Es sah vor, Schrottimmobilien zu kaufen, sie leerzuziehen, zu sanieren und neue Mieter zu finden. Am Ende sollten die Häuser gewinnbringend an Großinvestoren verkauft werden.
In den guten Jahren der Immobilienbranche florierte das Geschäft. Die Degag wuchs, sammelte Millionen von Privatinvestoren und Firmengründer Birger Dehne feierte sich als Visionär. Nach einem Megadeal 2021 machte er Kasse und zog sich als Berater in die zweite Reihe zurück. Es war der Höhepunkt in der Firmengeschichte und zugleich der Wendepunkt.
Vor einem Jahr kollabierte der Sanierungsspezialist. Nun muss ein Insolvenzverwalter retten, was zu retten ist. Der absehbare Schaden dürfte im dreistelligen Millionenbereich liegen, von bis zu 400 Millionen Euro ist die Rede. Betroffen sind auch die 4500 Privatanleger, die der Degag rund 282 Millionen Euro geliehen haben. Ihnen droht der Totalverlust.
In der aktuellen Folge von Handelsblatt Crime spricht Host Ina Karabasz mit Investigativ-Reporter Lars-Marten Nagel über die Entstehung des Skandals und dessen Hintergründe. Denn bei der Degag war vieles offenbar nicht so, wie es nach außen wirken sollte. Die Folge beleuchtet unter anderem die Rollen von Stiftungen in Liechtenstein, eines dubiosen Beraters und einer noblen schweizerischen Privatbank.
Moderiert von Ina Karabasz Produziert von Christian Heinemann
GEWINNSPIEL: Wir verlosen fünfmal ein Einzelticket für die Handelsblatt Crime Live-Show in Berlin am 26. Februar. Sie können sich hier für die Teilnahme am Gewinnspiel anmelden. Teilnahmeschluss ist der 15. Februar 2026.
Zusätzlich verlosen wir eine kleine Sprecherrolle für die Bühnenshow im Babylon Berlin – Sie würden u.a. die letzten Textnachrichten von Jan Marsalek vorlesen. Schicken Sie uns dafür eine kurze Sprachnachricht, in der Sie sagen, warum Sie gerne mit uns auf der Bühne stehen möchten – per Mail an crime@handelsblatt.com oder per Whatsapp an 01523 – 80 99 427.
Teilnahmeschluss ist der 15. Februar.
Mehr über den Degag-Fall erfahren Sie auch in folgenden Artikeln:
17.12.2024 - Degag stellt Zins- und Rückzahlungen ein
28.01.2025 – Degag meldet Insolvenz an
24.06.2025 - Der Degag Kollaps und der Mann, der den Leerstand liebt
6.9.2025 - Degag-Pleite wird zum nächsten Großskandal am Immobilienmarkt
10.10.2025 - Julius Bär finanzierte Schrottimmobilien der Degag-Gruppe
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