Episode 89: Größte und kleinste Sterne

02.07.2026, 04:00

Beschreibung

Was ist eigentlich der größte Stern, den wir kennen? Und wie klein kann ein Stern überhaupt werden, bevor er aufhört, einer zu sein? In dieser Folge wandern Susanne und Paul durchs gesamte Größenspektrum der Sterne, von Monstern, in die unser halbes Sonnensystem passen würde, bis zu trüben, aber sehr häufigen, Funzelchen in der direkten galaktischen Nachbarschaft, deren Namen kaum jemand kennt.
Den Einstieg macht Pauls Lieblingsgrafik aus Wikipedia: eine Bildfolge, in der immer das größte Objekt links das kleinste im nächsten Bild rechts ist – Planeten, dann Sterne, dann noch gewaltigere Sterne. Und immer, wenn man denkt, das muss doch die Grenze sein, kommt das nächste Bild. Am Ende dieser Strecke stehen rote Überriesen wie VX Sagittarii oder VY Canis Majoris, deren Radien um die 1400-mal so groß sind wie der unserer Sonne. Unsere beiden Himmelsspaziergänger erklären, warum diese Giganten ausgerechnet rot leuchten, obwohl rot im Alltag für Wärme steht und was Wasserhähne, Schmiedefeuer und Kerzenflammen mit Sternphysik zu tun haben. Außerdem: warum Beteigeuze vor einigen Jahren schwächer wurde, was der helle Stern im Orion dabei eigentlich getan hat und weshalb diese Ungetüme von Sternen nur wenige Millionen Jahre existieren, bevor sie in einer Supernova enden.
In „Hinter der Schlagzeile" landet der Spaziergang bei einem besonders rätselhaften Objekt: einem Exoplaneten, der in Schlagzeilen als „pinker Planet" gehandelt wird. 5000 Lichtjahre entfernt, irgendwo auf der Grenze zwischen Planet und braunem Zwerg, mit einer Atmosphäre, in der möglicherweise salzhaltige Wolken für die ungewöhnliche Farbe sorgen.
Eine vorletzte Folge der Staffel voller kosmischer Maßstabssprünge, überraschender Farbenlehre und der angenehmen Erkenntnis, dass unsere Sonne im galaktischen Vergleich eigentlich ganz ordentlich dasteht. Also: Kopfhörer auf, Blick auf die Sternkarte und mit Susanne und Paul weiter durch die Galaxis!